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Pastorale Informationen
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Lichtpunkte: Schlüsselthemen

Was für uns wichtig ist

Wir glauben an die Kraft des Evangeliums Christi. Es kann das Leben von Menschen und die Welt verändern, so dass Liebe, Glaube und Hoffnung wachsen. Wo aber Liebe, Glaube und Hoffnung nicht wachsen, da braucht es Umkehr und Neuorientierung am Evangelium! Die in den einzelnen Schlüsselthemen dargestellten „Konkretisierungen zum Zielbild“ wurden von den Themengruppen erarbeitet und spiegeln den Status Quo zum jetzigen Zeitpunkt wieder. Als Vertreter der jeweiligen Gruppenmitglieder sind die Themengruppenleiter benannt.

Wir wollen...

  • Engagement fördern
  • Pastorale Räume weiter denken
  • Liturgie und Sakramente feiern
  • Leitung wahrnehmen
  • Für Menschen da sein

Engagement fördern

Als Christinnen und Christen glauben wir, dass Gott in jedem Menschen Potenziale anlegt. Erst wenn diese individuellen Begabungen leuchten, realisiert sich Christsein in der Welt. Als Kirche von Paderborn ist es unser Auftrag, Engagement in seiner ganzen Vielfalt professionell zu fördern.

Auf den Punkt gebracht

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Konkretisierung zum Zielbild 2030+

Kultur

Die Kirche wird in weiten Teilen erst durch ihre Engagierten lebendig und in der Gesellschaft sichtbar. Sie entwickelt sich durch dieses Engagement weiter. Als Zentralkategorie allen kirchlichen Handelns ist die Theologie der Berufung im Zukunftsbild grundgelegt. Menschen engagieren sich aus ihrer Berufung heraus. Einer der wichtigsten Aufträge und ein zutiefst diakonischer Auftrag unserer Kirche ist es, jeden Menschen mit seinen je individuellen Potenzialen professionell zu fördern und ihn darin zu unterstützen, ein gelingendes und erfülltes Leben führen zu können.

Die katholische Kirche ist ein Arbeitgeber und Anbieter ehrenamtlichen Engagements unter vielen anderen. Menschen engagieren sich dort, wo sie gefördert werden und wo sie ihre Potenziale entfalten können. Das sind auch für katholische Christen nicht immer kirchliche Orte.

Strategie

Wir fördern das vielfältige Engagement von Ehrenamtlichen, Hauptberuflichen und Hauptamtlichen durch…

  • eine konsequente Ausrichtung an den Potenzialen der Engagierten.
  • eine Grundhaltung der gegenseitigen Wertschätzung und Anerkennung.
  • die Orientierung an der Lebenswelt unserer Mitarbeitenden.
  • verlässlich anzutreffende Rahmenbedingungen, Strukturen und Ressourcen.

 

Struktur & Umsetzungsvorschläge

Ausrichtung an den Potenzialen der Engagierten:

  • In jedem pastoralen Raum braucht es personelle und finanzielle Ressourcen, um Engagement zu fördern und weiterzuentwickeln. Dazu zählt, gemeinsam mit den Menschen ihre Potenziale zu heben und zu entfalten und optimale sowie individuelle Engagementmöglichkeiten zu schaffen.
  • Wir wollen unsere Strukturen für die Engagierten attraktiver gestalten, indem wir die Potenziale der Menschen anerkennen und neue Freiräume schaffen, damit die Potenziale zur Entfaltung kommen können.
  • Die Potenziale der Engagierten geben Orientierung für das pastorale Handeln.

Gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung:

  • Eine Kultur des Mitarbeitergesprächs und im Konfliktfall eine Kultur des Beschwerdemanagements sind unabdingbar.
  • Hauptberufliche, Ehrenamtliche und Betroffene arbeiten bei Projekten und Themen schon bei der Planung und Umsetzung zusammen.
  • Zuständigkeiten werden kommuniziert und flache Hierarchien geschaffen.
  • Wir fördern die netzwerkartige Zusammenarbeit, auch mit externen Partnern im Sozialraum.
  • Beteiligung und Partizipation werden als Grundhaltung geteilt und systematisch eingeübt.
  • Fortbildungen für Leitungskräfte bezüglich der unterschiedlichen Beteiligungsformate in Projekten und in Organisationen werden vom Bistum forciert.
  • Mitarbeitendengespräche und konstruktives Feedback als Instrumente zu Selbstreflexion und eigenem Wachstum müssen im Kontext der Hauptberuflichen fortgeschrieben werden.
  • Auch für ehrenamtlich Engagierte braucht es ein System von Feedbackkultur und Mitarbeitendengesprächen, das systematisch aufgebaut werden muss.

Orientierung an der Lebenswelt:

  • Es ist unser Ziel, dass die ehrenamtlich und hauptberuflich Engagierten sowie ihre Initiativen und Angebote die Lebens- und Glaubensformen der Menschen in ihrer ganzen Vielfalt abbilden. Dies muss durch eine Haltung des Willkommenseins und der Unterstützung eines vielgestaltigen Angebotes möglich werden.
  • Die zeitlichen Ressourcen eines Engagements können individuell gestaltet werden. Dies sollte bei der Erarbeitung von Konzepten mitgedacht werden.
  • Auf allen Ebenen braucht es eine Strategie zur Stärkung von Frauen und Männern, die Führungsaufgaben wahrnehmen. Unterstützung hierbei bietet ein verlässliches Angebot von Fortbildungen, Coaching, fachlicher Beratung sowie spiritueller Begleitung für alle Engagierten, ehrenamtlich wie hauptberuflich.
  • Auch Engagement aus Berufung außerhalb kirchlicher Räume und Strukturen kann durch vorhandene Ressourcen und Rahmenbedingungen unterstützt werden.

Verlässliche Rahmenbedingungen, Strukturen und Ressourcen:

  • Eigenverantwortliches Handeln, Beteiligung und die Übernahme von Verantwortung müssen für ehrenamtlich wie hauptberuflich Engagierte mehr als bisher ermöglicht werden.
  • Mit Blick auf die Zukunft der Kirche wird es besonders wichtig, die Rolle der ehrenamtlich Engagierten zu stärken, das ehrenamtliche Engagement weiterzuentwickeln und auch neue Formen ehrenamtlichen Engagements aktiv zu fördern (z.B. Projekt- oder Aktions-orientiertes Ehrenamt).
  • Eine Ehrenamtskultur, die geprägt ist durch die Orientierung an den Potenzialen der Engagierten, eine transparente Kommunikation und echte Beteiligung und Wertschätzung machen das ehrenamtliche Engagement attraktiv und zukunftsfähig. Das gelingt besonders dort, wo strategische Ehrenamtsförderung konzeptionell verankert ist und Engagementförder*innen beauftragt sind, systematisch für die Umsetzung Sorge zu tragen.

Dies erfordert eine strategische, konzeptionell verankerte Engagementförderung.

 

Pastorale Räume weiter denken

Die Pastoralen Räume leben aus den Bedürfnissen der Menschen – oder sie scheitern. Menschen kehren der Kirche auch deshalb den Rücken, weil diese nichts mehr mit ihrem Leben zu tun hat. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, das pastorale Handeln konsequent auf die Lebens- und Glaubenswelten der Menschen im Sozialraum auszurichten. Wenn wir den Pastoralen Raum konsequent weiter denken, eröffnen sich Handlungsräume, in denen wir profilierte Schwerpunkte setzen dürfen.

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Konkretisierung zum Zielbild

Grundvoraussetzungen

Entwickelt wird der Pastorale Raum von den Menschen und ihren Glaubens- und Lebensthemen her. Voraussetzung dafür sind das Engagement der pastoral Handelnden für die Lebens- und Glaubensthemen der Menschen sowie diakonisches, evangelisierendes und zeugnisgebendes Handeln. Die Ausrichtung des pastoralen Handelns auf die Bedürfnisse der Menschen in den Sozialräumen ist essentiell. Auch ein sinnvolles Zusammenspiel zwischen dem Auftrag der Kirche und dieser Orientierung ist unabdingbar.

Die pastoralen Aktivitäten und Dienstleistungen sind auf drei Zielgruppen situationsbezogen aufgeteilt:

  • Beheimatete Menschen
  • Distanzierte Menschen
  • Suchende Menschen, die Gott nicht kennen oder für sich nicht brauchen

Ziele

Wir fördern die Aneignung der im Zukunftsbild skizzierten Idee des Pastoralen Raumes und denken die Pastoralen Räume weiter durch…

  • klare Prioritätensetzung hinsichtlich pastoraler Aktivitäten.
  • verlässlich anzutreffende pastorale Dienstleistungen in hoher Qualität.
  • den gezielten Einsatz von Ressourcen hinsichtlich der Förderung/Ausstattung der zwei Schwerpunkte missionarisch und diakonisch, die als Wachstumsorte/heilige Orte/pastorale Initiativen hervortreten und evangelisierend wirken.
  • ein abgestimmtes und erkennbares Miteinander von Pfarreien, Einrichtungen, pastoralen Orten und Gelegenheiten und weiteren Akteurinnen und Akteuren in den Sozialräumen.

Das heißt konkret

Klare Prioritätensetzung:

  • pastorale Aktivitäten stringent an Lebensthemen der Menschen in den Sozialräumen orientieren und nicht ausschließlich an den Bedürfnissen einzelner Aktiver in den Gemeinden.
  • Erste Priorität der Gestaltung der Pastoral vor Ort ist das vielfältige Erleben der Frohen Botschaft und die Verbindung des Evangeliums mit dem eigenen Leben.
  • Das aktive Zugehen auf Menschen und das Erreichen neuer Zielgruppen sind weitere grundsätzliche Prioritäten jedes Pastoralen Raumes.
  • Priorisierung der pastoralen Aktivitäten transparent nach außen kommunizieren.
  • Das pastorale Handeln vor Ort ist auf Evangelisierung (missionarisch und diakonisch) ausgerichtet.
  • Nachrangige pastorale Angebote werden reduziert oder abgesetzt. Engagement, das ehrenamtlich und in eigener Verantwortung getragen wird, soll nicht reduziert werden. Wenn nötig werden vor Ort aktiv Verabschiedungsprozesse gestaltet.

Verlässliche pastorale Dienstleistungen:

  • Gottesdienstliche Feiern, die Spendung der Sakramente (außer Weihe) und Beerdigungsdienste in jedem Pastoralen Raum oder in Kooperation mit anderen Pastoralen Räumen gewährleisten. Welche Sakramentalien gespendet werden, wird auf Ebene des Pastoralen Raumes mit seinen jeweils besonderen Ausprägungen thematisiert und jährlich reflektiert.
  • Pastorale Schwerpunkte (missionarisch und diakonisch) werden zunächst für drei Jahre bestimmt. Sie ergeben sich aus den Lebensthemen der Menschen. Nach diesem Zeitraum wird er vor Ort evaluiert und ggf. verändert.
  • Es ist transparent, für welche zwei (oder mehr) Schwerpunktthemen ein Pastoraler Raum jeweils steht.
  • Es gibt in jedem Pastoralen Raum eine zentrale Servicestelle. Die Öffnungszeiten dieser Servicestelle sind an Zeiten und Lebenswirklichkeiten der Menschen vor Ort angepasst, es werden digitale Kanäle zur Kommunikation angeboten.
  • Öffentlichkeitsarbeit geht über den Pfarrbrief hinaus. Auch die sozialen Netzwerke werden zielgruppenorientiert genutzt.
  • Der Pastorale Raum positioniert sich zu gesellschaftspolitischen Themen und versteht sich als Anwalt für die Lebensthemen der Menschen in ihren Sozialräumen.

Gezielter Einsatz von Ressourcen hinsichtlich der Schwerpunkte missionarisch und diakonisch:

  • Der Einsatz von finanziellen Mitteln, pastoralem Personal, Immobilien und Kommunikationsmitteln wird neu organisiert bzw. angepasst.
  • 50 Prozent des jährlichen Budgets zur eigenständigen Finanzierung der Aufgaben und für besondere pastorale Initiativen werden weiterhin zur Verfügung gestellt. Die anderen 50 Prozent können unter Vorlage eines Konzeptes für die pastoralen Schwerpunkte abgerufen werden.
  • Das Erzbistum Paderborn stellt weiterhin Fördermittel (Fonds) zur Verfügung, um experimentell in befristeten Projekten arbeiten zu können und schreibt Projekte aus, auf welche sich die Pastoralen Räume bewerben können.
  • Ein angemessener Anteil des Beschäftigungsumfanges des Pastoralteams wird für die zwei missionarischen/diakonischen Schwerpunkte eingesetzt.
  • Eine multiprofessionelle Zusammensetzung des Pastoralteams ist erwünscht. Die Besetzung geht über die religionspädagogische und theologische Profession hinaus.
  • Die Immobilien werden unter Beteiligung ehrenamtlich Engagierter, hauptberuflicher/hauptamtlicher Mitarbeitender auf ihre Nutzung und Wirksamkeit überprüft. Pastorale Schwerpunktgebäude können weiterhin gesondert gefördert werden.

Miteinander von Pfarreien, Einrichtungen, pastoralen Orten und weiteren Akteurinnen und Akteuren

  • Es wird ein festes Format (z.B. eine Netzwerkkonferenz) etabliert, bei dem Lebensthemen/Anliegen der Sozialräume von kirchlichen und ggf. nicht-kirchlichen Akteurinnen und Akteuren gehoben und Vereinbarungen zur Bearbeitung dieser Themen getroffen werden.
  • Auf Grundlage dieser Themen/Anliegen werden Kooperationen eingegangen. Die Strukturen innerhalb des Pastoralen Raumes haben dabei eine dienende Funktion.
  • Kirchliche Akteurinnen und Akteure initiieren nicht nur Netzwerke, sondern bringen sich bewusst in bereits bestehende (auch nicht-kirchliche) Netzwerke in den Sozialräume ein.

Es ist für uns selbstverständlich, dass die Entwicklungsprozesse in den Pastoralen Räumen diözesanseitig begleitet und unterstützt werden. Neben der Diözesanebene werden u.a. die Dekanate je nach Situation einen wichtigen Part in der Umsetzung spielen.

Liturgie und Sakramente feiern

Es gibt nichts Schöneres in der Kirche als die Liturgie. In ihr begegnen wir Gott, wenn wir miteinander das Leben entlang seiner Wegmarken feiern – bis hin zum Tod und darüber hinaus. Dazu bietet die Liturgie der Kirche eine Fülle an Möglichkeiten, die wir in all ihrer Vielfalt nutzen und weiterentwickeln. Dabei setzen wir auf geteilte Verantwortung, wertschätzende Reflexion und gesicherte Qualität.

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Konkretisierung zum Zielbild 2030+

Strategie / Richtungsentscheidung

  1. Wir fördern die Feier der Liturgie und Sakramente, indem die Eucharistie auch in Zukunft als Quelle und Höhepunkt kirchlichen Handelns erfahren werden kann.
  2. Wir fördern die Feier der Liturgie und Sakramente, indem vielfältige Gottesdienstformen als Ausdruck lebendigen Christseins heute selbstverständlich sind.
  3. Wir fördern die Feier der Liturgie und Sakramente, indem Kasualien auf eine würdige, sorgfältige, lebensnahe und individuelle Weise gestaltet werden.
  4. Wir fördern die Feier der Liturgie und Sakramente, indem die liturgische Feierkultur in den Pastoralen Räumen regelmäßig reflektiert wird, besonders im Blick auf den Dienst der liturgischen Akteure sowie die äußere Annahme und innere Beteiligung der Gemeinde.

Kultur & Haltung

  • Es gilt anzuerkennen: Um die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens zu erfahren, müssen Zugänge zur Feier erschlossen werden, die eine echte Teilhabe (participatio actuosa) ermöglichen.
  • Vielfalt dient der Vielfalt des Gottesvolkes und der Menschen. Die Entscheidung über die Bedeutung liturgischer Feiern für das persönliche Glaubensleben treffen die Menschen selbst. In allen Formen von Liturgie wird im Kern die Begegnung zwischen Gott und den Menschen gefeiert. Die Förderung und Beauftragung Getaufter zur Leitung von liturgischen Feiern wird begrüßt.
  • Kasualien müssen derart gestaltet werden, dass sie nicht als “Endpunkt”, sondern als “Wegmarke” in der pastoralen Begleitung erfahren werden können. Kasualien sind Orte, um missionarisch Kirche zu sein. Kasualien sind wie „Samenkörner“: Wann und wo sie aufgehen werden, ist nicht sofort sichtbar oder einschätzbar, sie haben aber eine „Langzeitwirkung“. Das Potenzial, das Menschen für die Gestaltung ihrer Feier mitbringen, wird gesehen, gehoben und gefördert. Die Balance und Vermittlung zwischen Erwartungen und liturgischem Rahmen wird als immer neue Herausforderung angenommen.
  • Die Bedeutung der Kirchenmusik für die Feier der Liturgie ist nicht hoch genug einzuschätzen. Musik ist ein Zugangsweg zur Feier von Liturgie; sie ist eine Ausdruckform des Glaubens und stärkt ihn
  • In der Beziehung zwischen Menschen gehören Rückmeldungen in allen Lebensbereichen selbstverständlich dazu: sie bestärken, korrigieren, verändern, ermutigen. Derzeit wird ein Feedback fast ausschließlich in einer Krisensituation gegeben. Anliegen des Erzbistums aber ist es, dass Rückmeldungen in jeglicher Situation selbstverständlich sind. Eine solche Haltung des Feedbacks gilt auch für liturgische Feiern.

Struktur / Organisation

Eucharistie als Quelle und Höhepunkt kirchlichen Handelns

  • Eine inhaltlich gute Vorbereitung ist das Grundprinzip: frei zu formulierende Texte sollen ebenso wie die Lieder auf die vorgegebene Liturgie des jeweiligen Tages abgestimmt sein. Ein „roter Faden“ soll erkennbar sein.
  • Die Messfeier soll auf die Lebenswirklichkeit der Gläubigen und eventuell auf Tagesaktualität Bezug nehmen.
  • Schriftlesungen sollen den Lektoren im Vorfeld bekannt sein.
  • Der Zelebrant der Messfeier und alle liturgischen Dienste sollten mindestens 15 Minuten vor Beginn in der Sakristei sein, um in Ruhe noch nötige Absprachen zu treffen. Fünf Minuten vor Beginn sollte Ruhe in der Sakristei herrschen. Ein gemeinsames Gebet hilft bei der Vorbereitung auf die Messe.
  • Eine Willkommenskultur gilt es zu entwickeln: vor der Kirchentür, im Kirchenraum und in der Sakristei. Dafür können z.B. die in der Corona-Pandemie etablierten Ordner zusätzlich eingesetzt werden.
  • Nach der Messfeier sollte der Zelebrant noch genügend Zeit haben, um mit Gläubigen zu sprechen. Dies bedingt eine Gottesdienstordnung, die ausreichend Zeit zwischen den Messfeiern vorsieht.
  • Liturgische Bildung u.a. für Lektoren, Musikern, Kommunionhelfern, Ministranten, Mitfeiernden und weitere Mitglieder des Pastoralteams ermöglichen. Dies kann in Gesprächsgruppen und in den diözesanen Bildungshäusern geschehen.

Vielfältige Gottesdienstformen als Ausdruck lebendigen Christseins

  • Neue Zielgruppen pastoralen Handelns in der Liturgie berücksichtigen z.B. Beheimatete – Distanzierte – Austrittswillige – Suchende – Enttäuschte Sympathisanten – Gleichgültige/Apatheisten, Unverbunden/Verbundene….
  • Vielfalt in jedem pastoralen Raum aktiv fördern. Dafür u.a. Initiativen von Gläubigen aufgreifen und eigene Ideen ausprobieren. Diese Vielfalt an Gottesdienstformen in der Gottesdienstordnung sichtbar machen.
  • Zur Förderung und Inspiration wird auf der Homepage des Erzbistums jede Woche bzw. regelmäßig ein konkretes Beispiel vorgestellt.
  • Beauftragte Laien gestalten gottestdienstliches Leben vor Ort mit. Die Förderung und Beauftragung Getaufter zur Leitung von liturgischen Feiern wird begrüßt (Taufberufung). Ein regelhafter Erfahrungsaustausch zwischen Hauptberuflichen und Beauftragten wird entwickelt bzw. gepflegt.
  • Erfahrungen im Bereich neuer bzw. digitaler Gottesdienstformen werden aktiv wahrgenommen und reflektiert.

Würdige, sorgfältige, lebensnahe und individuelle Kasualien 

  • Die besondere Zugangs- und Begegnungsmöglichkeit bei Kasualien (z.B. Taufe, Kommunion, Firmung, Trauung, Begräbnis) wird mit besonderer Aufmerksamkeit menschlich, fachlich und organisatorisch begleitet und gestaltet.
  • Kasualien gehören zum Kerngeschäft und sind keine „Randerscheinung“.
  • Kasualien müssen derart gestaltet werden, dass sie nicht als “Endpunkt”, sondern als “Wegmarke” in der pastoralen Begleitung erfahren werden können.
  • Kasualien sind Orte, um missionarisch Kirche zu sein.
  • Kasualien haben eine „Langzeitwirkung“.
  • Das Potenzial, das Menschen für die Gestaltung ihrer Feier mitbringen, wird gesehen, gehoben und gefördert.
  • Die Balance und Vermittlung zwischen Erwartungen und liturgischem Rahmen wird als immer neue Herausforderung angenommen.
  • Die Kommunikation im Vorfeld (z.B. über Homepage, Pfarrbüro, Vorbereitungsgespräche) muss leichtgängig sein.
  • Auf Homepages aller Pastoralen Räume finden sich übersichtliche und leicht auffindbare Informationen über die Feier der Kasualien.
  • Für pastorales Personal, beauftragte Laien, Mitarbeitende im Pfarrbüro und der Sakristei gehört Fortbildung, Training und Feedback im Bereich der Gesprächsführung zum Standard, darüber hinaus die Aus- und Fortbildung für die Feier von Kasualien, Fortbildungsnachweise werden regelmäßig eingefordert.
  • Bei der Planung von Kasualiengottesdiensten über Machbares sprechen, Spezialisten für bestimmte Kasualien ausmachen und beauftragte Getaufte einbinden.
  • Neue „Anlässe“ erschließen und pflegen z.B. Segnungsfeiern für Neugeborene im Krankenhaus, für Liebende, Reisende, Gottesdienste für Menschen in Trauer, in Trennung, nach/vor Umzug und anderen „Umbrüchen“,

Regelmäßige Reflexion der liturgischen Feierkultur 

  • Eine Feedbackkultur wird nachdrücklich und verbindlich entwickelt und eingeübt.
  • Aufgrund der gemeinsamen Verantwortung aller Gläubigen für die Feier der Liturgie bedarf es der Kommunikation untereinander.
  • Feedback im Pastoralteam, im Mitarbeitergespräch, in den gewählten pastoralen Gremien, innerhalb der unterschiedlichen Gruppen liturgischer Dienste, in Visitationsgesprächen etc. ermöglichen.
  • Im Anschluss an Gottesdienste ist die Möglichkeit eines Feedbacks gewährleistet z.B. durch persönliche Rückmeldungen oder anonym per Zettel oder App.
  • Auf Wunsch ermöglicht es das Erzbistum, die Gottesdienste eines Pastoralverbundes durch externe Berater zu reflektieren.

Musik und Liturgie

  • Eine Förderung von Kirchenmusik in ihrer Breite (christliche Popularmusik, experimentelle Musik, Kulturarbeit, Festivals) sowie die Förderung von Aus- und Fortbildung (z.B, C-Ausbildung) durch das Erzbistum ist ausgehend von den bestehenden Dekanatskirchenmusiker- und Leuchtturmstellen nötig.
  • Es braucht finanzielle Mittel, um professionelle Musiker beschäftigen zu können, zu deren Aufgaben auch das aktive Zugehen auf musikalisch Interessierte gehört.
  • Ehrenamtliches Engagement in seiner ganzen Vielfalt wird aktiv unterstützt durch musikalische und finanzielle Förderung (z.B. Workshops, Stimmbildung, technische Ausstattung, Probenräume).

Umsetzungsvorschläge

Qualität geht vor Quantität: eine gut vorbereitete und ohne Zeitdruck gefeierte Messe ist einer Vielzahl von gelesenen Messen vorzuziehen.

Liturgische Bildung in kognitivem und affektivem Sinn und für verschiedene Zielgruppen wird verbindlich eingerichtet und konzipiert – auf Ebene des Pastoralen Raumes, des Dekanates und der Diözese.

Gottesdienstliche Vielfalt wird (wieder) entdeckt und etabliert, ihre Entwicklung wird aktiv gefördert und regelmäßig mit den örtlichen gewählten Gremien der Mitverantwortung evaluiert.

Beauftragte Laien werden gefördert und eingesetzt.

Würdig, sorgfältig, lebensnah und individuell – Eine entsprechende Aus- und Fortbildung für die Feier von Kasualien ist für Kleriker und beauftragte Laien stetig notwendig und wird eingefordert.

Alle Pastoralteams und gewählten pastoralen Gremien ebenso wie die diözesanen und sonstigen kirchlichen Einrichtungen implementieren innerhalb der kommenden zwei Jahre eine Kultur des Feedbacks für liturgische Feiern.

Leitung wahrnehmen

Leitung hat viele Gesichter und Facetten. Es geht um gegenseitiges Vertrauen, um geteilte Verantwortung, um eine aktive Beteiligung. Leitung gelingt dann, wenn „der Zug Kirche“ fährt und niemand die Notbremse ziehen muss.

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Konkretisierung zum Zielbild 2030+

Analyse

Problematisch wird es immer dann, wenn Macht nicht oder nur unzulänglich geteilt wird und wenn Menschen unter Machtmissbrauch leiden. Viele Führungskräfte sind überlastet oder schon jenseits der Überlastungsgrenze.

Entscheidungsprozesse werden komplexer. Deshalb profitieren alle, wenn viele sich für das kirchliche Leben verantwortlich fühlen und auch Verantwortung übernehmen. Der Schlüssel dazu ist eine konsequent geteilte Leitung – ganz konkret in der Praxis:

  • Führen und Leiten sind mehr als Management: Vorangehen und Nachgehen.
  • Führen bedeutet die Umsetzung von Zielen, die aus einer konkreten Situation mit den jeweiligen Menschen erwachsen.
  • Führen bedeutet Verantwortung zu übernehmen und diese zu teilen.
  • Führung braucht ein fundiertes Fachwissen sowie Arbeitsweisen und Methoden.
  • Führen bedeutet den Mehrwert von Teamarbeit zu nutzen.
  • Führen bedeutet das Halten der Gesamtperspektive und die konsequente Einbeziehung der Beteiligten.
  • Führung in der Kirche sieht sich in der Verantwortung vor Christus, dem Herrn der Kirche.

 

Zielbild

Kirche gewinnt in Leitungsfragen Zukunft, wenn sie an zentralen Punkten bisherige Entscheidungsmuster überdenkt und sich zu neuen handlungsleitenden Grundsätzen durchringt:

  • Das Zielbild „Leitung wahrnehmen“ muss auf allen Ebenen des Erzbistums eine tragende Rolle spielen.
  • Verankerung des Zielbildes auf Dauer gewährleisten.
  • Es soll eine „Geteilte Leitung“ angestrebt und diese strukturell auf allen Ebenen und allen Situationen verankert werden.
  • Einbeziehung der Betroffenen und Selbstorganisation
  • Führung im Pastoralen Raum muss pastorale Diversität und Pluralität fördern und nicht durch Vereinheitlichung ehrenamtliches Engagement ausbremsen.
  • Die Pastoralvereinbarungen sowie die lokalen Vereinbarungen von pastoralen Zielen und spezifischen Aufgaben müssen bei allen Entscheidungen eine hohe Relevanz haben.
  • Bestehende Formate von Aus- und Weiterbildung grundlegend auf das Zielbild hin ausrichten.
  • Die Bedeutung und Rolle künftiger Gremien klären.
  • Ergebnisse des synodalen Weges im Erzbistum Paderborn umsetzen.

 

Grundsätze

 „Leitung wahrnehmen“ auf allen Ebenen

  • Dabei haben die Verantwortlichen auf Diözesanebene eine Vorbildfunktion und deshalb messen sie das eigene Handeln bewusst am Zielbild (und den Themen Partizipation, Führen und Leiten, Transparenz, etc.).
  • In künftigen Bewerbungsverfahren für Führungspositionen ist es ein zentrales Kriterium, das die Bewerber und Bewerberinnen das Zielbild umsetzen wollen und können. Die haupt- und ehrenamtlichen Engagierten, die es jeweils betrifft, werden an Einstellungs- /Auswahlverfahren beteiligt. Es werden Selbstverpflichtungen auf das Zielbild hin sowie Vereinbarungen bezüglich einer begleiteten Probezeit bzw. zeitlichen Befristung eingeführt.

Verankerung des Zielbildes auf Dauer:

  • Die Gespräche und Zielvereinbarungen mit Führenden werden nachgehalten und qualitativ verbessert. Sie beziehen sich auch auf ehrenamtlich Führende und dienen der Realisierung des Zielbildes.
  • Es wird eine Feedbackkultur auf allen Ebenen, insbesondere von „unten nach oben“ eingeführt.
  • Eine Verweigerung der Umsetzung des Zielbildes zieht Konsequenzen nach sich.

 „Geteilte Leitung“:

  • Führungspositionen werden auch dezidiert an Teams vergeben.

Einbeziehung der Betroffenen und Selbstorganisation

  • Vor Ort gibt es verbindliche Absprachen und die Beschreibungen der Wege, auf denen Entscheidungen zustande kommen. Die Rolle der Hauptberuflichen in Entscheidungsprozessen ist transparent geklärt.
  • Entscheidungsbefugnisse sind zu Gunsten der betroffenen haupt- und ehrenamtlich Engagierten geklärt, um die Subsidiarität zu stärken. Die Eigenverantwortung der Gläubigen wird strukturell und kulturell gefördert.

Pluralität vs. Vereinheitlichung

  • Wenn Subsidiarität und die Eigenständigkeit zugunsten von pastoraler Vielfalt gefördert werden sollen, sollten Tendenzen der Vereinheitlichung vermieden werden. Es ist eine Aufgabe insbesondere für Hauptberufliche, mit Kontrollverlust leben zu lernen, um die Ehrenamtlichen zu fördern. Mögliche Interessenskonflikte sind zu berücksichtigen.

Bedeutung von Pastoralvereinbarungen

  • Die Pastoralvereinbarung ist ein wirksames und verbindliches Instrument zur Absicherung innovativer Initiativen / inhaltlicher Zusammenarbeit. Die Verantwortlichkeiten für diesen Prozess sind vor Ort geklärt. Ein neuer Leiter des Pastoralen Raumes muss zusammen mit dem ganzen Pastoralteam die bestehende Vereinbarung aktiv mittragen.

Aus- und Fortbildung

  • Das gilt für die Ausbildung der Priester sowie Gemeinde- und Pastoralreferenten, aber auch für Formate wie beispielsweise „Fokus Führung“. Die Ausbildung fördert multiprofessionelle Konstellationen und die Zusammenarbeit in Teams – auch mit Ehrenamtlichen. Es werden flächendeckend für Ehrenamtliche konsequente Unterstützungssysteme etabliert (z.B. Coaching / Supervision/ Qualifikation / Professionalisierung/Wertschätzung).

Bedeutung, Selbstverständnis und Rolle künftiger Gremien

  • Dazu gehören eine Klärung der Entscheidungsbefugnisse und eine ausreichende Legitimation.

Bezug zum Synodalen Weg

  • Macht ist an Führung gebunden und unterliegt dem Zielbild.

Für Menschen da sein

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lk 10,27)

Wenn wir diesen Auftrag ernst nehmen, reicht das Gesangbuch allein nicht. Für Christinnen und Christen sind Gottes- und Nächstenliebe untrennbar miteinander verbunden. Das muss sich im Einsatz aller Ressourcen widerspiegeln. Dazu dürfen wir Schwerpunkte neu setzen.

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Konkretisierung zum Zielbild 2030+

Strategie

  • Es gibt in jedem Pastoralen Raum mindestens einen diakonischen Schwerpunkt, der profiliert auf schwierige Lebenssituationen von Menschen im Sozialraum antwortet und entsprechend finanziell und personell ausgestattet ist.
  • Diakonisches Handeln ist verbindlicher Teil der Pastoralvereinbarungen in den Pastoralen Räumen sowie von pastoralen Konzepten und wird regelmäßig evaluiert. Vor diesem Hintergrund ist das Thema „diakonisches Handeln“ ein verlässlicher Teil von allen Stellenbeschreibungen, Mitarbeitenden- und Zielvereinbarungsgesprächen des pastoralen Personals sowie bei Visitationen.
  • In Pastoralen Räumen entstehen als gemeinsame Anlaufstelle für pastorale und diakonische Anliegen „Sozialpastorale Zentren“ und/oder „Sozialpastorale Orte.“ Beide Modelle sind mit bestehenden caritativen und pastoralen Einrichtungen und Diensten gut vernetzt. So antworten pastorale und diakonische Akteur(-inn)en gemeinsam auf Bedarfe im Sozialraum.
  • Es gibt auf allen Ebenen der Erzdiözese (Pastorale Räume, Dekanate, Bistumsebene) kleine handlungsfähige Kompetenzteams (etwa 2-4 Personen) aus Pastoral und Caritas/Sozialverbänden sowie Haupt- und Ehrenamt.

 

Kultur

  • Die Inhalte der Pastoral in den Pastoralen Räumen orientieren sich an den Lebensthemen der Menschen im Sozialraum. Haupt- und Ehrenamtliche leben und gestalten eine den Menschen zugewandte, aufsuchende Pastoral.
  • Diakonisches Handeln als eine Kultur der christlichen Nächstenliebe und Weltverantwortung gehört zum Selbstverständnis der Pastoralen Räume und zeigt sich in den pastoralen Konzepten und im Alltagshandeln
  • In Pastoral und Caritas findet sich das Bewusstsein, zu einem gemeinsamen Netzwerk zu gehören, welches miteinander gestaltet wird.
  • Es gibt eine verlässliche Regelkommunikation von pastoral und caritativ Handelnden, um die Notlagen und schwierigen Lebenssituationen von Menschen gemeinsam zu verbessern.

Umsetzungsvorschlag/Beispiel

Diakonischer Schwerpunkt

  • Es muss für alle leicht erkennbar sein, für welches soziale Engagement der Pastorale Raum steht.
  • Hierfür stehen vor Ort ausreichend Finanzen und pastorales Personal (Pastoralreferent(-in)/Gemeinde-referent(-in)/Diakone/Priester mit Schwerpunkt „diakonische Pastoral“) zur Verfügung.
  • Je nach Erfordernissen des sozialen Schwerpunktes werden auch multiprofessionelle Teams Sozialarbeiter(-in), Sozialpädagog(-in), Psycholog(-in) etc.) ermöglicht.
  • Es soll vielfältige Initiative geben wie z.B. gegen Alterseinsamkeit im Stadtteil, für Kinder aus prekären Verhältnissen, Trauerbegleitung, Begegnungsangebote, Unterstützung minderjähriger Eltern; etc.

Verbindlicher Teil von Pastoralen Konzepten und Zielvereinbarungen

  • Diakonisches Handeln als unverzichtbarer Teil der Pastoral wird strukturell abgesichert. Alles haupt- und ehrenamtliche Tun kann Auskunft darüber geben, welche diakonische Dimension es hat und wie das konkret sichtbar wird.
  • In den jährlichen Zielvereinbarungsgesprächen mit den pastoral Mitarbeitenden werden zukünftig auch diakonische Handlungsziele vereinbart, überprüft und fortgeschrieben.
  • Zusammenarbeit und Kooperation mit der Kategorie, sozialen Einrichtungen und caritativen Trägern ist dabei grundsätzlich sinnvoll und wünschenswert.
  • Pastorale Gremien und Kirchenvorstände entwickeln gemeinsam ein diakonisches und die caritativen Träger, Dienste und Einrichtungen ein pastorales Profil.
  • Diakonisches Handeln ist verlässlicher Teil von allen Stellenbeschreibungen und Zielvereinbarungsgesprächen des pastoralen Personals und bei bischöflichen Visitationen.

Gemeinsam unter einem Dach. Sozialpastorale Zentren und pastorale Orte

  • Neben kirchlichen Zentren wird einem Netzwerk unterschiedlicher Pastoraler Orte eine hohe Bedeutung zukommen.
  • Diakonisch-caritative Einrichtungen sind vielerorts und flächendeckend vorhanden. Im Netzwerk einer künftigen Pastoral sind sie wichtige Knotenpunkte.
  • Sozial-pastorale Zentren sind verlässliche Anlaufstelle für alle pastoralen und diakonischen Anliegen. zusammen mit dem Caritasverband und kirchlichen Sozialverbänden vor Ort sollen sie entstehen.
  • Die Diözesanebene unterstützt durch die Bereiche Bauen, Finanzen, Pastorale Dienste und den Diözesan-Caritasverband örtliche Prozesse und Entscheidungen.

Kompetenzteams/Regelkommunikation

  • Bei allem kirchlichen Tun werden immer auch die schwierigen Situationen und Notlagen von Menschen in den Blick genommen. Dazu wird ein selbstverständliches, eng vernetztes, gemeinsames Handeln von Pastoral und Caritas, sozialen Akteuren und Kategorie strukturell abgesichert.
  • Auf allen Ebenen des Erzbistums gibt es Kompetenzteams zur Steuerung einer diakonischen Pastoral.
  • Eine ökumenische Zusammenarbeit ist der Regelfall.

 

Corona und die Zukunft der Kirche

Corona wirkt wie ein Brennglas. Wir befinden uns in einem Veränderungsprozess, der sich nicht zurückdrehen lässt. Diese These zum Diözesantag 2020 hat sich seitdem immer wieder neu bewahrheitet. Nach einer zweiten Umfrage können wir wichtige datenbasierte Aussagen treffen.

Auf den Punkt

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Konkretisierung zum Zielbild 2030+

Strategie

Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Brennglas. Dadurch werden Entwicklungen, die wir im gesellschaftlichen wie kirchlichen Kontext erst für einen späteren Zeitpunkt erwartet haben, jetzt schon überdeutlich. Deshalb werden wir im Erzbistum Paderborn nach der Pandemie nicht an den status quo ante anschließen können. Wir brauchen einen Neuanfang. Um diesen Neuanfang müssen wir uns jetzt schon bemühen, um auch zukünftig eine Relevanz in den Glaubens- und Lebensthemen der Menschen zu haben. Dafür müssen wir im Licht des Evangeliums genau hinsehen, welche Themen die Menschen heute bewegen und unser Handeln danach ausrichten.

Die genauere Betrachtung der genannten Themen ist im Dokument „Corona und die Zukunft der Kirche“ dargestellt.

Thesen

Befunde der ersten Umfrage zu den Folgen der CoronaPandemie für die Pastoral im Erzbistum Paderborn – zusammengefasst in Form von Thesen:

  1. These: Kontakt ist am wichtigsten.
  2. These: Beteiligungsformate müssen aufrechterhalten werden.
  3. These: Mitarbeitende des Erzbistums Paderborn haben unterschiedlich auf die Situation reagiert
  4. These: Jung und Alt bewerten die Veränderungen unterschiedlich.
  5. These: Ehrenamtliche wollen sich auch in der Krise engagieren.

 

Theologische Themenkomplexe

Neben diesen Trends hat die Corona-Pandemie auch bestimmte theologische Themenkomplexe aufgewertet und mit stärkerer Relevanz versehen – im Einzelnen sind dies:

  • Theodizee
  • Gottesrede
  • (Umgang mit) Schuld
  • Kirchliche Handlungsvollzüge
  • Kirche als Volk Gottes und communio
 
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