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Pastorale Informationen
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Lebensthema Trauer - ein Werkstatttag - verschoben auf den 27.September 2022

Ein Tag für Mitarbeitende in den kategorialen Feldern im Erzbistum Paderborn am 27.9.2022

Wir möchten mit diesem Werkstatttag ein Angebot für ehren-, nebenamtliche und hauptberufliche Mitarbeitende in den kategorialen Feldern schaffen. Als Abteilung Pastoral in verschiedenen Lebensbereichen arbeiten wir alle ausgehend von und an Lebensthemen der Menschen.

 

Trauer erscheint uns als ein Lebensthema, was uns alle betrifft. Kategorieübergreifend. Egal, ob am Lebensende, am Beziehungsende, an Wendepunkten im Leben, in schweren Stunden, mit gescheiterten Lebensentwürfen durch Tod, Trennung, Trauer, Krankheit, Schuld – Trauer ist wirklich, menschlich in allen Bereichen des Lebens.

 

Für das Vorbereitungsteam: Christiane Voss (EFL), Fanz-Herbert Hense (Kur- und Reha-Seelsorge), Michael Hillenkamp (Telefonseelsorge), Lioba Thiemann (Pastoral in verschiedenen Lebensbereichen).

 

 

Wir treffen uns am 27. Septemberl 2022 in der katholischen Akademie in 58239 Schwerte, Bergerhofweg 24.

Die Workshops im Überblick

1. Das Leben stellt die Fragen


Den Verlust eines geliebten Menschen suche ich mir nicht selbst aus. Das mutet mir das Leben zu. Wenn ich dann trauere, ist es ein Ausdruck der Liebe zum Verstorbenen. Anhand der logotherapeutischen Gedanken von Viktor E. Frankl wollen wir verschiedene Möglichkeiten im Umgang mit dem Tod kennen lernen.

 

 

Referent: Krankenhauspfarrer Frank Wecker, Diözesanbeauftragter für Krankenhausseelsorger, Logotherapeut, Salzkotten

2. Mit Kindern gemeinsam trauern!

Nach dem Tod eines Angehörigen trauern Kinder und Erwachsene innerhalb einer Familie gemeinsam und doch auch jeder für sich.

Je nach Alter, Fähigkeit und Bedürfnis sucht die persönliche Trauer im Alltag eigene Formen und Räume. Welche Grenzen und Chancen gibt es, diese unterschiedliche Trauer miteinander zu gehen?

Im Workshop werden unter Berücksichtigung den altersbedingt verschiedenen Todeskonzepte und kognitiven Fähigkeiten Wege individueller und gemeinsamer Trauer von Kindern und Erwachsenen erarbeitet und vorgestellt.

 

 

Referentin: Klinikseesorgerin Gaby Kniesburges, Gemeindereferentin, Trauerbegleiterin, Marsberg

3. Jäher Tod - Komplizierte Trauer?

Dieser Workshop ist bereits voll ausgebucht.

 

In dem Workshop sollen mit den Erfahrungen im Erleben und Umgang mit dem unerwarteten „jähen“ Tod (Unfall, Krankheit, Suizid) die erlebten und zu erwartenden Auswirkungen auf die Formen des Trauererlebens und Überlebens der Hinterbliebenen, der An- und Zugehörigen ausgetauscht werden. Gibt es (wie im Mittelalter) weiterhin die Erwartung des „seligen Sterbens“ – und die hilflos machende Angst vor der Kontingenz des überwältigenden, unerwarteten Todes?

Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmenden , den Erfahrungen aus Notfallseelsorge und Psychotraumatologie soll die hilfreiche Rolle der Seelsorgerin/des Seelsorgers erarbeitet werden.

 

 

Referent: Pfarrer i.R., Christoph Pompe, P Psychologischer Psychotherapeut, Notfallseelsorger, Detmold

4. "Trauern und Leben" - Begleitung durch die Landschaften der Trauer in einer Gruppe und mit Einzelnen

Wie kann ein so starkes Gefühl wie Trauer überhaupt in Worte gekleidet werden? Wie kann die Trauer überhaupt zum Ausdruck gebracht werden, gibt es Worte und Bilder?

Im Trauerprozess begeben sich Menschen auf eine lange Reise, für die einen ist es Neuland, für andere ein sich wiederholender Prozess. Der Weg durch die Trauerwelt ist für jeden anders, komplexe unterschiedliche Gefühle nehmen sich Raum. Jede neue Trauer weckt bereits altbekannte Trauer. Dennoch suchen Trauernde den Austausch mit denen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind. Sie möchten Ihre Trauer einordnen, selbstbestimmt damit umgehen und suchen so viel Raum, wie sie brauchen. Dazu gehört die innere und äußere Erlaubnis. Die Begleitung in einer Gruppe oder eine Einzelbegleitung kann hilfreich sein innerhalb der Trauerlandschaft Wege zu finden.

Anhand der Trauerphasen kann ein Gruppenprozess gestaltet werden.

 

 

Referentin: Anne Günther, Ehe-, Familien-und Lebensberaterin EFL Siegen/Olpe

5. „Grabzeichen sind Trostzeichen, Grabgestaltung gehört zur Trauerbewältigung“

Für wen gestalten wir die Gräber unserer Verstorbenen? Es gibt zwei Richtungen: Das Grabzeichen spricht über den Verstorbenen, es richtet seine Botschaft aber an die Lebenden. Insofern sind es Hoffnungszeichen, die dem Leben dienen und den Abschied immer mehr ermöglichen. Sie sind aktive Trauerbewältigung.

Friedhöfe sind daher pastorale Orte: Hier treffen sich die Mühseligen und Beladenen. Es entsteht eine besondere Solidarität der Trauernden untereinander. Der Friedhof verbindet unterschiedliche Menschen in vielleicht ähnlichen Lebenssituationen. In diesem Sinne sind unsere Friedhöfe Orte, die Sinn vermitteln. Nicht nur Trauernde besuchen diese Ort, sondern auch Menschen, die mit ihren Fragen Stille und einen intensiven Raum suchen.

In diesem Workshop geht es um genau diese Punkte: Trauer aktiv bewältigen durch Friedhofs- und Grabgestaltung.

Unsere Friedhöfe sind pastorale Orte.

Friedhöfe sind Orte, an denen die Botschaft der Auferstehung auf besondere Weise sichtbar werden kann.

 

 

Referent: Pater Abraham OSB, Schmiede der Abtei Königsmünster, Meschede

6. Digitale Unterstützung im Trauerprozess, Krisenkompass TS

Seit März 2020 ist der „Krisenkompass“ online. Schon Anfang 2021 überschritt die Zahl der Downloads die 20000er-Marke. Der Krisenkompass richtet sich an Menschen mit suizidalen Gedanken, aber auch an besorgte Angehörige oder Freunde und an Hinterbliebene/Trauernde nach einem Suizid. In diesen 3 Feldern finden Nutzer(-innen) wertvolle Informationen, Möglichkeiten der Psychoedukation, konkrete Übungen und Trainings sowie Kontakt- und Beratungsmöglichkeiten.

Der Workshop soll Möglichkeiten digitaler Unterstützung im Trauerprozess aufzeigen und diskutieren. Dazu wird der Krisenkompass in seinen Funktionen mit dem Fokus auf den Bereich „Trauer“ vorgestellt und mit anderen digitalen Angeboten (webbasierte Beratung/Apps) verglichen. Der Workshop bietet Raum für inhaltliche und fachliche Fragen.

 

Referent: Bernd Wagener, Telefonseelsorge Siegen

7. „Niemals geht man so ganz … nie verlässt man sich ganz“

Dieses Zitat aus Trude Herrs wohl bekanntestem Lied illustriert den Erfahrungsworkshop zur trauersensiblen „Teilearbeit“ in Seelsorge und Beratung. Die „Arbeit mit Teilen“ erfahren wir alle immer schon im inneren Miteinander unserer Persönlichkeit, beim Erleben von außergewöhnlichen Erfahrungen sowie im Umgang miteinander. Der bewusste Einsatz diese „Instruments“ in Trauergesprächen, Seelsorgearbeit wie auch in der Beratungsarbeit ist ebenso kraftvoll wie hilfreich und nebenwirkungsfrei. Im Workshop werden wir verschiedene Dimensionen dieser Arbeit erleben und konkrete, umsetzbare wie hilfreiche Möglichkeiten der Teilearbeit entdecken und durchführen. Die Bereitschaft zur inneren Selbsterfahrung ist dabei notwendig und setze ich voraus.

 

 

Referent: Michael Hillenkamp, Telefonseelsorger,

Supervisor und ausgebildet u.a. in Psychotraumatologie und systemischer Therapie.

8. „Ist das noch Trauer oder schon Depression?" - Eine Unterscheidungshilfe

Trauer und Depression haben vieles gemeinsam: ein schwerer Verlust steht am Anfang, tiefe Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit  und ein Rückzugswunsch können folgen. Ein Unterschied wird oft erst erkennbar, wenn herkömmliche Unterstützungsangebote  ins Leere gehen. Eine Ursache dafür kann sein, dass eine Depression vorliegt. Welche pastoralen Angebote bleiben auch für diese Menschen wichtig? Wann müssen aber zusätzlich medizinische oder therapeutische Hilfen in Anspruch genommen werden? Wie lässt sich der Weg zu diesen Hilfen bahnen? Diese Fragen werden anhand von Fallbeispielen erläutert.

 

 

Referentin: Dr. Cornelia Wiemeyer-Faulde, EFL Höxter,

9. "Umgang mit Schuldfragen am Ende des Lebens“

Dieser Workshop ist bereits voll ausgebucht.

 

Niemand kommt unverwundet durch das Leben…. Oft beschäftigen Fragen nach der persönlichen Schuld aber auch Fragen nach der Schuld Anderer sterbende Menschen und sicher auch die Angehörigen am Sterbebett.

In unserem Workshop wollen wir uns mit den verschiedenen Aspekten der Schuld (persönliches Versagen, Schuldgefühle, Vergebung, Scham), aber auch mit ihren Auswirkungen auf den Sterbeprozess auseinandersetzen und gemeinsam Wege zur Begleitung entwickeln.

 

 

Referent: Thomas Siepe, Diözesanbeauftragter für Hospizseelsorge

10. Bestattungskultur im Wandel der Zeit: Verschiedene Formen der Bestattung, Sorgen um sich selbst: Was darf ich? Was kann ich tun?

Es werden die die Veränderungen der Bestattungskultur beleuchtet. Der Einfluss der Kirche geht zurück, freie Redner treten immer mehr in den Vordergrund. Diese Entwicklung trägt dazu bei, dass die kirchliche Begräbnispraxis nur in rituellen Dimensionen mitvollzogen wird.

Außerdem verjähren viele Grabstellen oder es gibt erst gar kein klassisches Grab als Anlaufpunkte mehr (anonyme Bestattungen, Feuerbestattungen, Seebestattungen, Baumbestattungen).In den Großstädten besteht manchmal nur ein 15-jähriges Belegungsrecht.

 

Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über die Bestattungsarten und die Möglichkeiten des Abschiednehmens zu bekommen, um eigenständig und selbstbestimmt diesen Weg zu gestalten.

 

 

Referent: Lutz Langschmidt, Bestatter Werl

Wir versuchen mit diesen sehr unterschiedlichen Workshops Zugänge zum Thema Trauern zu ermöglichen, die Ihnen eigene Erfahrungsfelder bieten, Einblicke in Arbeitsfelder zu bekommen und Input/Denkanstöße für die eigene Arbeit zu bekommen.

 

Anmeldung und Ablauf

Anmeldeverfahren:

 

Ca. 90 Platze stehen uns insgesamt für diese Veranstaltung zur Verfügung. Es gibt für alle kategorialen Felder ein Kontingent an freien Plätzen. Wenn diese gefüllt sind, werden aus der Warteliste in chronologischer Reihenfolge die freien Plätze gefüllt. Sie werden zeitnah nach Ihrer Anmeldung über den aktuellen Stand informiert.

 

Schicken Sie Ihre Anmeldung per Mail mit Ihrem Namen, Ihrer Kategorie und Ihren 4 Workshop-Wünschen an Petra Nolte:

eheundfamilie@erzbistum-paderborn.de

 

Anmeldeschluss: 13.2.2022

 

 

 

 

 

Der zeitliche Ablauf des Tages:

 

9.30     Ankommen, Stehkaffee

10.00   Begrüßung, Vorstellung TN und Ablauf

10.20   Einteilung in die Workshops

10.30   1. Runde Workshops 90 Minuten

12.00   Pause

12.15    Mittagessen

13.00   2. Runde Workshops 90 Minuten

14.30   Kaffeepause

15.00   3. Runde Workshops 90 Minuten

16.30   Gemeinsamer Abschluss im großen Saal

17.00   Ende der Veranstaltung

 

Der Flyer zum Download

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Die Kategorien in unserer Abteilung:

¨ Hospizseelsorge                                                                 ¨ Seelsorge in Einrichtungen der stationären Hilfe

¨ Polizeiseelsorge                                                                  ¨ Seelsorge für und mit behinderten Menschen

¨ Notfallseelsorge                                                                  ¨ Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst

¨ Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen                       ¨ Telefonseelsorge

¨ Gefängnisseelsorge                                                             ¨Klinikseelsorge (in Akutkrankenhäusern  und Kur- und Rehakliniken)

Ansprechpersonen

LiobaThiemann

Koordination Pastoral in verschiedenen Lebensbereichen
Telefon: 05251 125 1663

ChristianeVoß

Ehe-, Familien- und Lebensberatung
Telefon: 05251 26071

Franz-HerbertHense

Diözesanbeauftragter | Gemeindereferent, Klinikseelsorger, Trauerbegleiter (BVT)
Telefon: 05222 959388 oder 05222 4348

 

Für die Kur– u. Reha-Kliniken

Leopoldstr. 1
32105 Bad Salzuflen

MichaelHillenkamp

Diözesanbeauftragter für die Telefonseelsorge
Telefon: 0231 8494410

PetraNolte

Sekretariat
Telefon: 05251 125 1384
 
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pastoralinfo@erzbistum-paderborn.de
+49 5251 125-1430
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