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Pastorale Informationen
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Die Inhalte des Zielbildes 2030+

Von Corona über Missbrauchskrise bis zum Bedeutungsverlust von Kirche. Inmitten dieser Wirklichkeiten konkretisiert das Erzbistum Paderborn mit dem Zielbild 2030+ sein Zukunftsbild aus dem Jahr 2014. Das Zielbild präzisiert einen Gestaltungsauftrag und -rahmen für die Handelnden im Erzbistum Paderborn

Derzeit erleben wir mit der Corona-Pandemie einen beispiellosen Abbruch im gemeindlichen Leben. Eine Corona-Umfrage aus dem Sommer 2021 im Erzbistum Paderborn hat gezeigt, dass die Sehnsucht nach Kontakt, Gemeinschaft und Spiritualität ungebrochen da ist – aber sich im gemeindlichen Leben oft nicht (mehr) findet. Wir brauchen einen Anschlussstecker! Wir realisieren, was es heißt, als Kirche nicht „systemrelevant“ zu sein, in der Öffentlichkeit zwar als starke Institution wahrgenommen zu werden – aber nicht mehr im Wertediskurs. Gleichzeitig hat die Missbrauchskrise die gesellschaftliche Akzeptanz weiter beschädigt und viel Vertrauen zunichte gemacht.

Das Zielbild 2030+ des Erzbistums Paderborn ist hier als PDF zum Download.

Inmitten dieser Wirklichkeiten konkretisiert das Erzbistum Paderborn mit dem Zielbild 2030+ sein Zukunftsbild aus dem Jahr 2014. Das Zielbild präzisiert einen Gestaltungsauftrag und -rahmen für die Handelnden im Erzbistum Paderborn. Grundlage dafür ist unsere gemeinsame Berufung zu Menschsein, Christsein und Engagement in der Welt. Es soll intensiviert werden, was bereits gelungen ist, und immer wieder Gelegenheit geschaffen werden für neue Anfänge.

Der Rahmen - „Wozu bist Du da?“

In Fortführung des diözesanen Weges mit dem Zukunftsbild geht es um

  • wachstumsorientiertes Agieren
  • Ansetzen bei der Begeisterung und Motivation von Menschen
  • Evangelisierung und christliche Werte
  • gesellschaftliches Engagement und aktive Verantwortungsübernahme

Dieser Rahmen grenzt ab von

  • rein passiv-reagierendem Bewahren
  • Anpassung der Werte und Inhalte an den Zeitgeist
  • entkoppelter Frömmigkeit oder Traditionalismus

Der Rahmen und der Auftrag zu seiner konkreten Ausgestaltung setzen fort, was das Zukunftsbild und die Prozesse zur Pastoralvereinbarung begonnen haben: Antwort geben auf die Frage „Wozu bist Du da?“

„Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft

aus der lebensverändernden Kraft des Evangeliums

und

unserem Einsatz für die Gesellschaft.“

Grundsätze: Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft...

Das Zielbild 2030+ ist Grundlage für eine Selbstverpflichtung aller Mitarbeitenden sowie eine verbindliche Leitlinie allen pastoralen und institutionellen Handelns. Daran lassen sich die Bistumsleitung und ihre Mitarbeitenden auf allen Ebenen des Erzbistums messen.

... wenn wir an die Kraft des Evangeliums Christi glauben.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir an die Kraft des Evangeliums Christi glauben. Es kann das Leben von Menschen und die Welt verändern, so dass Liebe, Glaube und Hoffnung wachsen – trotz der Krisen und Abbrüche, trotz des Zerstrittenseins, trotz der Ermüdung und trotz vieler Enttäuschungen. Wir verkünden das Evangelium, feiern die Sakramente und leben erkennbar unseren katholischen Glauben – wurzelnd in der Tradition, ausgerichtet auf die Menschen in der Welt von heute.

... wenn wir gemeinsam realistische, attraktive und funktionierende Wege in die Zukunft gehen.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir gemeinsam realistische, attraktive und funktionierende Wege in die Zukunft gehen, die uns motivieren und neu zusammenbringen. Dabei haben wir die kommenden Generationen im Blick. Wir vertrauen auf Gott und auf einander, um das Evangelium von der Liebe Gottes zu unseren Mitmenschen zu bringen. Um der Menschen heute und morgen willen tun wir dies mit einem sakramentalen Verständnis der Kirche und in ungebrochener Kontinuität unseres Glaubens.

... wenn wir dort umkehren, wo bei uns Liebe, Glaube und Hoffnung nicht wachsen.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir dort umkehren, wo bei uns Liebe, Glaube und Hoffnung nicht wachsen. Als wichtigen Teil dieser pastoralen Umkehr leben wir ein versöhntes, katholisches Miteinander im gemeinsamen, verbindlichen Horizont des Zielbildes 2030+. Wir gehen barmherzig und ehrlich miteinander um – und halten unterschiedliche, sich teilweise gegenseitig ablehnende Weisen des Katholisch-Seins um der Menschen und Gottes willen wohlwollend aus. Darüber hinaus wird eine Neuorientierung am Evangelium in kultureller, strategischer und struktureller Hinsicht konkret.

... wenn wir uns kulturell verändern, indem wir auf vielfältigen Wegen die gemeinschaftliche und individuelle Spiritualität fördern.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir uns kulturell verändern, indem wir auf vielfältigen Wegen die gemeinschaftliche und individuelle Spiritualität fördern. Diese Erneuerung und Vertiefung der persönlichen und gemeinsamen Gottesbeziehung sowie das darin gelebte Christsein in Gottes- und Nächstenliebe haben pastorale Priorität im Sinne einer Selbstevangelisierung.

... wenn wir gleichermaßen ernst machen mit einer missionarischen und diakonischen Ausrichtung der Pastoral.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir gleichermaßen ernst machen mit einer missionarischen und diakonischen Ausrichtung der Pastoral, die sich in einer Geh-raus-Kultur und einer erfahrbaren Willkommenskultur in Gemeinden und besonders an diakonischen Orten umzusetzen beginnt.

... wenn wir unsere Kreativität aus dem Zusammenspiel von Selbstevangelisierung und Lebensweltorientierung schöpfen.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir unsere Kreativität aus dem Zusammenspiel von Selbstevangelisierung und Lebensweltorientierung schöpfen.

... wenn wir bei Entscheidungsprozessen die betroffenen haupt- und ehrenamtlich Engagierten einbeziehen.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir bei Entscheidungsprozessen die betroffenen haupt- und ehrenamtlich Engagierten einbeziehen und die Selbstorganisation stärken. In unseren komplexen Lebenswelten nimmt  so die Entscheidungsqualität zu. So können Selbstwirksamkeit und Engagement bei der Kirche positiv erlebt werden.

... wenn wir umkehren und vom Zielbild 2030+ aus mutig und realistisch Prioritäten, aber auch Nachrangigkeiten benennen.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir umkehren und vom Zielbild 2030+ aus mutig und realistisch Prioritäten, aber auch Nachrangigkeiten benennen. Wir ziehen daraus Konsequenzen, die wir dann durchhalten. Wir brauchen eine solidarische Sparsamkeit, um mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln Gestaltungsräume zu öffnen: für den Mut zum Experiment und kreative Projekte.

... wenn wir einander Vertrauen schenken sowie verbindlich und verlässlich miteinander umgehen.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir einander Vertrauen schenken sowie verbindlich und verlässlich miteinander umgehen. Dem entspricht unsere Kommunikation.

... wenn wir zur Sicherung zentraler Haltungen des Zielbildes 2030+ einander regelmäßig Rückmeldung geben.

Wir im Erzbistum Paderborn gewinnen Zukunft, wenn wir zur Sicherung zentraler Haltungen des Zielbildes 2030+ einander regelmäßig Rückmeldung geben und die Qualität unseres pastoralen und institutionellen Handelns regelmäßig überprüfen. Einsichten daraus werden miteinander auf den Ebenen der Pastoralen Räume und des Erzbistums ausgetauscht.

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Festlegungen

Das Zielbild 2030+ ist durch die Verwurzelung im Zukunftsbild auch Rahmen für die Pastoralvereinbarungen und andere institutionellen Konzepte. Bei allen Entscheidungen haben diese Konzepte eine hohe Relevanz.

Ergänzend ist von einer möglichen Ungleichzeitigkeit von bestehenden Pastoralkonzepten und Neuaufbrüchen auszugehen, gerade angesichts der Ab- und Umbrüche durch die Pandemie.

Pastorale Konzepte

Das Zielbild 2030+ ist durch die Verwurzelung im Zukunftsbild auch Rahmen für die Pastoralvereinbarungen, deren Fortschreibungen sowie weiterer pastoraler Konzepte und Leitbilder im Erzbistum Paderborn. Konzepte dienen der verbindlichen Vergewisserung des „Wozu?“ – gleichzeitig braucht es die Bereitschaft, konzeptionelle Vereinbarungen immer wieder zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Pastoraler Ansatz bei der Lebenswelt der Menschen und gesellschaftlicher Verantwortung

Ausgangspunkt für alles pastorale Handeln und Konzipieren sind die konkreten Situationen der unterschiedlichen Lebenswelten und Milieus der Menschen. Dies gilt für die in unserer Ortskirche bereits beheimateten Menschen und für die Distanzierten, Suchenden, Enttäuschten, Austrittswilligen, Gleichgültigen. Entsprechend ihrer jeweiligen Typen und Milieus ist unser pastorales Handeln vor Ort ausgerichtet.

Passend zu unserem Engagement als Mitgestalterin der Gesellschaft machen wir uns in diözesanen und überdiözesanen Prozessen dafür stark, dass die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Menschen Wertschätzung und Berücksichtigung finden und ihnen ggf. ein Engagement innerhalb der Institution Kirche ermöglicht wird. Dies umfasst auch geschlechtersensible Pastoral; ein Arbeitskreis queersensible Pastoral wird bald seine Arbeit aufnehmen.

Unsere Schöpfungs- und Weltverantwortung äußert sich in einer konsequent nachhaltigen Gestaltung von pastoralem und kirchlichem Leben. Dies wird durch den Klimaschutzmanager, den Klimaschutzfonds und weitere Maßnahmen des Erzbistums forciert.

Schwerpunktsetzung und Pastoraler Raum

Im Pastoralen Raum werden die liturgischen Grunddienste gewährleistet (siehe 3.1.4). Er lebt aus einer profilierten missionarischen und diakonischen Ausrichtung.

Nicht alles überall! Der Pastorale Raum ist ein Netzwerk von Gemeinden, Pastoralen Orten und vielfältigen Pastoralen Gelegenheiten. Gelingende Schwerpunktsetzungen und gezielte Angebote brauchen ihre geeigneten Orte.

In jedem Pastoralen Raum gibt es (mindestens) zwei pastorale Schwerpunkte, von denen einer missionarisch und einer diakonisch ausgerichtet ist. Diese Schwerpunkte folgen aus den Lebensthemen der Menschen in ihren Sozialräumen sowie aus den Charismen und Potentialen der Engagierten.

Solches konkretes missionarisches und diakonisches Handeln soll verbindlicher Teil aller pastoralen Konzepte der Pastoralen Räume sein und wird regelmäßig evaluiert.

Diakonisches Handeln ist verlässlicher Teil von Stellenbeschreibungen und Zielvereinbarungsgesprächen des pastoralen Personals sowie bei den bischöflichen Visitationen.

Die diakonische Dimension des pastoralen Handelns und das Zusammenwirken von pastoralen und caritativen Akteuren soll in jeder pastoralen Konzeption deutlich erkennbar sein und zu entsprechenden Kooperationen im Sozialraum führen. Kooperationen weiten den Blick über den kirchlichen Binnenraum hinaus. Jeder Pastorale Raum soll zusammen mit dem Caritasverband und kirchlichen Sozialverbänden vor Ort ein Sozial-Pastorales Zentrum und/oder Sozial-Pastorale Orte einrichten.

Zur Unterstützung einer diakonischen Pastoral gibt es auf den Ebenen des Erzbistums entsprechende Kompetenzteams.

Vernetzung und Pastorale Zentren

Im  Erzbistum Paderborn wird ein Netz von Pastoralen Zentren entstehen, an denen die Kernvollzüge von Kirche hauptberuflich gewährleistet werden. Daneben wird Kirche verstärkt an dezentralen Orten und Gelegenheiten lebendig sein durch vielfältiges Engagement. Dies soll zukünftig gefördert werden durch beauftragte Präsenz zur Stärkung der Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Dies erfordert  entsprechende Formen der Beteiligung, Befähigung, Begleitung, Führung und Feedback bei allen Beteiligten, die rechtzeitig zu gewährleisten sind.

Im Zueinander von Pastoralen Zentren und Pastoralen Räumen, unterstützt von Institutionen, Verbänden und Dekanaten im Erzbistum, verknüpfen sich fragmentarische, exemplarische und stellvertretende Weisen, als Kirche vor Ort präsent und miteinander unterwegs zu sein.

Liturgie, Gottesdienst und Sakramente

Jeder Pastorale Raum bedarf zur Ermöglichung und Unterstützung persönlicher und gemeinsamer Gottesbeziehung der Feier der Eucharistie und der Spendung der Sakramente, die an ausgewiesenen Orten verlässlich gewährleistet werden.

Die Vorbereitung und Spendung bestimmter Sakramente sowie die Feier von Kasualien kann ggf. auch in Kooperation mit anderen Pastoralen Räumen oder durch entsprechende Kompetenzteams erfolgen.

Neben der Wertschätzung der Messfeier wird ergänzend dazu gottesdienstliche Vielfalt entsprechend der Bedürfnisse der Gläubigen gefördert und ggf. aktiv entwickelt.

Für alle gottesdienstlichen Feiern gilt, dass sie würdig, sorgfältig, lebensnah und individuell sein sollen. Diese Qualitäten gehen in die Feedbackkultur zu liturgischen Feiern ein.

Eine entsprechende Aus- und Fortbildung für die Feier der Kasualien ist für Kleriker und beauftragte Laien stetig notwendig und wird eingefordert. Entsprechende Bildungs- und Begleitungskapazitäten werden vorgehalten.

Kirchenmusikalisches Engagement in seiner ganzen Vielfalt wird aktiv unterstützt durch musikalische Fortbildung und weitere Förderung.

Interaktive digitale Angebote werden jenseits gestreamter Eucharistiefeiern bedarfsorientiert und zielgruppenspezifisch weiterentwickelt.

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Einsatz von Ressourcen

In jedem Pastoralen Raum braucht es personelle und finanzielle Ressourcen, um kirchliches Leben mit zu ermöglichen sowie um Engagement zu fördern und weiterzuentwickeln. Dies geschieht planvoll und evaluierbar im Sinne des Zielbildes 2030+ anhand des Dreischrittes Mensch – Christ – Engagement.

Personelle Ressourcen

In jedem Pastoralen Raum sollen für die Engagement-Förderung sowie für die pastoralen Schwerpunkte personelle Ressourcen freigemacht bzw. freigehalten werden.

Gemeinsam mit den Menschen werden ihre Potentiale und Charismen gehoben, sie darin unterstützt, diese im Rahmen von etablierten Netzwerken und Selbstorganisation zu entfalten und möglichst optimale sowie individuelle Möglichkeiten zum jeweiligen Engagement geschaffen.
Beauftragte Laien (u.a. für liturgische Laiendienste) sollen in jedem Pastoralen Raum aktiv gefördert und bedarfsorientiert eingesetzt werden.
Das pastorale Personal wird mit einem angemessenen Beschäftigungsumfang gemäß der jeweiligen pastoralen Schwerpunkte eingesetzt. Die generelle Öffnung der Pastoralteams auf eine multiprofessionelle Zusammenarbeit entsprechend der jeweiligen pastoralen Strategie, der Erfordernisse und Themen wird geprüft, ermöglicht und befördert.

Die gemeinsame Verantwortung aller wird gestärkt und ermutigt. Priester und Hauptamtliche müssen Verantwortung abgeben, Ehrenamtliche können sie übernehmen – das gelingt nur mit gegenseitigem Vertrauen, klaren Regeln und einer ehrlichen Feedbackkultur.

In künftigen Bewerbungsverfahren für Führungspositionen ist es ein zentrales Kompetenzkriterium, dass die Bewerber das Zielbild 2030+ und die demgemäß entwickelten lokalen Konzepte umsetzen wollen und können. Ein anderes zentrales Kompetenzkriterium ist die Befähigung zu interner Evangelisierung durch persönliches Vorbild. Als Ausdruck gemeinsamer Verantwortung wird im Rahmen des geltenden kanonischen Rechts eine echte Delegation von Verantwortung und dementsprechend „Geteilte Leitung“ angestrebt. Führungspositionen in Pastoralen Räumen werden auch dezidiert an Teams vergeben, wobei die unterschiedlichen Rollen jeweils zu beschreiben sind (z.B. geistliche Leitung, organisatorische/konzeptionelle Leitung, …). Alles Führen und Leiten ist dabei erkennbar Dienst an den Taufberufungen im Miteinander von hierarchischer Ordnung und Charismen.

Finanzielle Ressourcen

Das Finanzkonzept stellt mit den absehbar zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen aktuell und mittelfristig in den Pastoralen Räumen und auf den anderen Ebenen des Erzbistums verlässlich die erforderlichen Mittel für die zu bildenden pastoralen Schwerpunkte (missionarisch/diakonisch) sicher. Auch für befristete wachstumsorientierte, kreative Projekte und die weiteren sich ergebenden Transformationsschritte einschliesslich der Pastoralen Zentren (siehe 3.1.3).

Immobilien

Das Immobilienkonzept hat Anteil daran, den jeweiligen sozialräumlichen und mittelfristigen demografischen Bedarfen im Rahmen des Möglichen strategisch klug zu entsprechen. Es fusst auf einer ehrlichen Bestandsaufnahme.

Teilkonzepte und einzelne Massnahmen orientieren sich an pastoralen Zukunftsperspektiven, die sich aus der jeweiligen konzeptionellen Konkretion des Zielbildes 2030+ herleiten; sie zielen auf die Förderung von Innovation (z. B. gemischter Nutzungen) über eine reaktive oder passive Bestandserhaltung hinaus.

Qualität

Die Qualitäten pastoralen und institutionellen Handelns lassen sich anhand einer Operationalisierung der jeweiligen Grundvollzüge und der Grundsätze des Zielbildes 2030+ beschreiben.

Qualität anhand der Grundsätze des Zielbildes 2030+

Die Qualitäten pastoralen und institutionellen Handelns lassen sich anhand einer Operationalisierung der jeweiligen Grundvollzüge und der Grundsätze des Zielbildes 2030+ beschreiben. Die konkrete Umsetzung dieser Qualitäten wird durch Feedback und Evaluation miteinander auf den verschiedenen Ebenen unserer Ortskirche reflektiert. Dies geschieht zyklisch in festen Rhythmen, um verlässlich und verbindlich gemeinsam die Haltungen und Werte des Zukunftsbildes sowie des Zielbildes 2030+ weiter einzuüben.

Insgesamt wollen wir die Qualität unseres pastoralen und institutionellen Handelns weiter stärken, um nach aussen und innen erkennbar gut und verlässlich zu werden.

Darum geht etwa im sakramentalen und pastoralen Handeln Qualität vor Quantität.

Qualitätssicherung durch Etablieren einer verbindlichen Feedbackkultur

Es wird eine Feedbackkultur auf allen Ebenen, insbesondere von „unten nach oben“, eingeführt. Ziel ist es, das gemeinsame Miteinander aller Getauften und auch der Kleriker untereinander insgesamt zu fördern. Eine solche Gesprächskultur ist dabei ein Einüben in die Haltungen des Zielbildes 2030+.

Auch im Bereich ehrenamtlichen Engagements wird ein System von Feedbackkultur oder Mitarbeiterinnen-und Mitarbeitergesprächen initiiert und aufgebaut. Dies wird durch die Anbindung im Bereich Pastorale Dienste und im Zusammenspiel mit Dekanaten und KEFB-Standorten entwickelt, qualifiziert und begleitet.

Die Gespräche und Zielvereinbarungen mit Führungskräften werden nachgehalten und qualitativ verbessert. Dies gilt analog auch für ehrenamtliche Führungskräfte und dient der Realisierung des Zielbildes 2030+.

Alle Pastoralteams und gewählten pastoralen Gremien ebenso wie die diözesanen und sonstigen kirchlichen Einrichtungen implementieren innerhalb der kommenden zwei Jahre eine Kultur des Feedbacks für liturgische Feiern.

Eine entsprechende Feedbackkultur wird mittelfristig auch in den übrigen pastoralen und institutionellen Handlungsfeldern entwickelt und implementiert.

Strategische Ausrichtung von Aus- und Fortbildung

Bestehende und neu zu konzipierende Formate von Aus- und Weiterbildung für Hauptberufliche und Ehrenamtliche sind grundlegend und ganzheitlich auf das Zielbild 2030+ hin ausgerichtet (Konzeptentwicklung, Lebensweltorientierung, pastorale Schwerpunktsetzung, Engagementförderung, Leitungskompetenz, liturgische Bildung). Sie werden auf den verschiedenen Ebenen im Erzbistum (Pastoraler Raum, Dekanat, Diözese) abgestimmt und verbindlich eingeführt.

 
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