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Pastorale Informationen
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Menschen fassen sich an den Händen und bilden eine Kette der Verbundenheit: Stellen auch Sie Ihre Erfahrungen innovativer Pastoral bereit, von denen andere profitieren werden!© Party people studio / Shutterstock.com

Feedback ...

Anregungen aus der Praxis für die Praxis

… wozu das denn?

Nun, unser Zielbild 2030+ meint dazu:

 

Es wird eine Feedbackkultur auf allen Ebenen, insbesondere von „unten nach oben“, eingeführt. Ziel ist es, das gemeinsame Miteinander aller Getauften und auch der Kleriker untereinander insgesamt zu fördern. Eine solche Gesprächskultur ist dabei ein Einüben in die Haltungen des Zielbildes 2030+. (Zielbild 2030+, 3.3.2)

 

Feedback wird in Übungen, Ausbildungen und in Fortbildungen als selbstverständlich eingeplant und durchgeführt.  Beim genauen Hinhören werden allerdings viele Blockaden geschildert, die sich auf Personen und auf Strukturen beziehen. Ehrliches und konstruktives Feedback ist scheinbar im täglichen Umgang miteinander noch nicht üblich. Der Weg zu einer mehr selbstverständlichen Feedbackkultur im Sinne des Zielbildes 2030+ ist damit eines der Kulturthemen für unsere Organisationsentwicklung als Erzbistum Paderborn. Schon das Zukunftsbild hat das Anliegen, das „gemeinsame Miteinander aller“ zu fördern, unter „Vertrauen und Verantwortung“ gefasst – und darum geht es, nach wie vor.

... was ist das für uns?

Feedback wird von vielen interessierten und engagierten Kolleginnen und Kollegen in der Fläche unseres Erzbistums und im Generalvikariat grundsätzlich verstanden als

 

einander Rückmeldung geben.

Das bedeutet auch

sich nicht wegducken,

mich dem Gegenüber berührbar machen,

mich seiner Wahrnehmung und Perspektive aussetzen

und genauso aber auch

für meine eigene Wahrnehmung einstehen.

 

 

 

 

Dahinter steht eine große Vielfalt an einzelnen Verständnissen von Feedback und unterschiedlichsten Instrumenten dafür.

Generell dienen sie dazu, meinen eigenen blinden Fleck zu verkleinern beziehungsweise meine eigene beschränkte Wahrnehmung, durch Wahrnehmungen meiner Person und meines Handelns von anderen zu vergrößern:

 

In Anlehnung an Joseph Luft, Harry Ingham:
The Johari window, a graphic model of interpersonal awareness.

In: Proceedings of the western training laboratory in group development, 

Los Angeles: UCLA, 1955.

 

 

Dabei kommunizieren Feedbackgebende und Feedbacknehmende auf zwei Ebenen:
Der Sach- und der Beziehungsebene.

 

Wenn Feedback gelingt, wird als Mehrwert ein wertschätzendes Miteinander beschrieben, das als wohltuend und entlastend erlebt wird.

„Gemeinsames Miteinander aller“ rührt wie „Vertrauen und Verantwortung“ an Hoffnungen, aber auch an Wunden. Wertschätzendes Miteinander als Geschehen und Haltung bedeutet auch ein Wirksamkeitserleben und positive Energie. Das können wir gut gebrauchen!

 

... wie kann das geschehen?

Feedback als „einander Rückmeldung geben“ bedarf zweier Grundvollzüge:

 

... kommt derzeit in der Fläche unseres Erzbistums vor:

Voraussetzungen

Als professionelles Handlungskonzept zur optimalen Beratung und Leitung von Gruppen, Teams und Gremien fördert die TZI die eigene Handlungsfähigkeit mittels zweier Voraussetzungen:

  1. Leite dich selbst
  • Sich die eigene innere und äußere Wirklichkeit bewusst machen
  • Sinne, Gefühle und Gedanken zum Verständnis von sich selbst und der Umwelt nutzen
  • Entscheidungen treffen und die Verantwortung dafür übernehmen
  1. Störungen haben Vorrang
  • Hindernisse, Ablenkungen und Beeinträchtigungen auf dem Weg zum Ziel als Realität anerkennen
  • Nach Möglichkeiten suchen, sie zu überwinden

Mögliche Störquellen sind sowohl innere Vorgänge körperlicher, emotionaler und rationaler Art als auch äußere Gegebenheiten (physischer, ökologischer, sozialer, politischer Art).
Wenn Störungen ignoriert oder verleugnet werden, spielen sie sich selbst in den Vordergrund und behindern Lernen, Arbeit und Wachstum! Deshalb gilt es, sie ernst zu nehmen und soweit zu bearbeiten, bis die Person oder Gruppe wieder handlungs- und arbeitsfähig ist.

 

Hilfsregeln

Die Hilfsregeln sind Anleitungen zur Verwirklichung der Postulate auf der Basis der Voraussetzungen:

  1. Vertritt Dich selbst in deinen Aussagen; sprich per ‚Ich‘ und nicht per ‚Wir‘ oder ‚Man‘.
  2. Wenn Du eine Frage stellst, sage, warum Du fragst und was Deine Frage für Dich bedeu­tet.
    Sage Dich selbst aus und vermeide das Interview.
  3. Sei authentisch und selektiv in Deinen Kommunikationen!
  4. Halte Dich mit Interpretationen von anderen zurück. Sprich stattdessen Deine per­sönlichen Reaktionen aus.
  5. Sei zurückhaltend mit Verallgemeinerungen.
  6. Wenn Du etwas über eine andere Person sagst, sage auch, was es Dir bedeutet.
  7. Seitengespräche haben Vorrang. Sie stören und sind meist wichtig.
  8. Nur einer zur gleichen Zeit bitte!

Hilfsregeln helfen, wenn sie helfen“ (R. Cohn) und dürfen nicht zu einem Gesetz gemacht werden.

 

Quelle: https://www.ruth-cohn-institute.org/tzi-konzept.html (Stand Dezember 2023)

 

... was könnte das noch alles sein?

Das fragen wir uns auch!

Wenn Sie Feedback praktizieren, teilen Sie bitte Ihre Erfahrungen und Ihre Methoden mit uns.

Wenn Sie Interesse an Feedback haben, unterstützen wir Sie gerne.

 

Ein eLearning zum Thema „Feedback geben“ finden Sie unter: https://www.wir-lernen.org

 

Eine gute Gelegenheit für Feedback sind die jährlichen Mitarbeitendengespräche. Hier finden Sie Informationen dazu: https://wir-erzbistum-paderborn.de/personalentwicklung/

 

 

Ihre Ansprechpartner zum Thema Feedback:

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Karola Mikelsons

Pastorales Personal

Dr. Sven Boenneke

Abteilung Glauben im Dialog - Qualität in Gottesdienst und Pastoral
 
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pastoralinfo@erzbistum-paderborn.de
+49 5251 125-1430
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