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© Erzbistum Paderborn
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Missionsgarten am Konrad-Martin-Haus mit Eine-Welt-Basar

Der Missionsgarten ist der ideale Startpunkt für einen Libori-Bummel und der perfekte Ort für die Rast zwischendurch. Bei frisch gezapftem Bier, typischen Paderborner Schnittchen und frischen Waffeln tun die Gäste ganz nebenbei etwas Gutes. Der Erlös ist für Projekte der Weltmission bestimmt.

Spendenprojekte 2026

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2026 - Soziale und gesundheitliche Unterstützung für Kinder und Jugendliche im Sorgezentrum St. Luigi Scrosoppi in Südafrika

Land: Südafrika

Organisation: Förderverein FOPOS e.V. in Salzkotten

Themen: Gesundheit, Kinder/Jugendliche

Damit benachteiligte junge Menschen gesund aufwachsen, eine starke Persönlichkeit entwickeln und lernen, ihr Leben ohne Gewalt zu bewältigen, bietet das Sorgezentrum in dem von sozialer Ungleichheit geprägten Stadtteil Bridgton der Stadt Oudtshoorn Unterstützung an. Ein Außenbereich soll renoviert, überdacht und ausgestattet werden, um die Betreuung von rund 100 weiteren Kindern zu ermöglichen und Regenwasser angesichts der Wasserknappheit auffangen zu können. Die vor Ort tätige Priestergemeinschaft des Oratoriums des heiligen Philipp Neri wird in ihren Aufgaben vom Förderverein FOPOS e. V. in Salzkotten unterstützt

Bildrechte: FOPOS e.V.

2026 - Bildungs- und Ernährungsprojekte im Franziskanischen Zentrum in Sambia

Land: Sambia

Organisation: Franziskaner Mission Dortmund

Themen: Sozialpastoral

Bildungsangebote, Berufsausbildung und pastorale Arbeit eröffnen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Perspektiven in der strukturschwachen Region Mwakapandula in Sambia. Franziskaner der ostafrikanischen Franziskanerprovinz vom heiligen Franziskus bauen mit der Bevölkerung und durch Unterstützung der Franziskaner Mission Dortmund ein Zentrum auf. Der sozial-pastorale Anlaufpunkt unterstützt auch bei der Wasserversorgung und bietet Hilfe in Zeiten von Nahrungsmittelknappheit.

Bildrechte: Franziskaner Mission Dortmund

2026 - Behandlung und Bildungsprogramme für alternative Gesundheit in Mexiko

Land: Mexiko

Organisation: Töchter des Heiligsten Herzens Jesu

Themen: Gesundheitspastoral, ganzheitliche Therapie

Durch Behandlungen im Bereich der Physiotherapie und Kurse zu alternativen und ganzheitlichen Heilmethoden erhalten Menschen Fähigkeiten zur Stärkung ihrer körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit. In der strukturschwachen Region Chiapas bieten die Schwestern der Kommunität Töchter des Heiligsten Herzens Jesu lebensnahe Selbsthilfe an und durchbrechen so langfristige Belastungssituationen. Zudem bieten sie jungen Frauen aus indigenen Gemeinschaften einen sicheren Wohnort und fördern Bildung und persönliche Entwicklung.

Bildrechte: Elke Rischmüller_Töchter des Heiligsten Herzen Jesu Chiapas

2026 - Hilfe für Menschen in Kriegsregionen der Ukraine

Land: Ukraine

Organisation: Caritas International 

Themen: Nothilfe

In der Ukraine sind Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, da der Krieg und zerstörte Infrastruktur ihren Alltag stark belasten und die Versorgung oft unsicher ist. Caritas international unterstützt sie mit Zentren, Notunterkünften, mobilen Teams und speziellen Angeboten für Kinder, alte und kranke Menschen, um Versorgung, Schutz und psychologische Hilfe sicherzustellen.

Bildrechte: Caritas International

2025 Libori-Missionsgarten: 75.000 EUR für neue Lebens-Perspektiven

Wirksame und verlässliche Hilfe für Menschen in der Weltkirche – das ermöglicht der Libori-Missionsgarten des Vereins Mission im Erzbistum Paderborn e. V. mit seinen Erlösen Jahr für Jahr. Mit 75.000 Euro unterstützt das Erzbistum 2025 vier Projekte: ein Reha-Zentrum für Kinder und Jugendliche in Indonesien, sozialpastorale Projekte im Südsudan, ein Projekt zur integralen Ökologie und agro-ökologischen Bildung in Brasilien sowie Hilfsmaßnahmen nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar. Bei einer Dankesfeier für die Helferinnen und Helfer des Missionsgartens und des Missionsbasars wurden die Projekte und Spendenschecks am Samstag, 22. November 2025, präsentiert.

Lebensfreude für gute Zwecke

Herzhafte Stullen, Waffeln, kühle Getränke, faire Produkte vom Missionsbasar alte Bekannte treffen und neue Freunde finden – das ist der Libori-Missionsgarten am Konrad-Martin-Haus. Hier wird durch Feiern Gutes getan: Die Erlöse kommen sozialen Projekten auf der ganzen Welt zugute. Jedes Jahr bedankt sich der Verein Mission im Erzbistum Paderborn e.V. mit einer Feier bei allen, die im Missionsgarten und beim Basar mitgeholfen haben.

Thomas Klöter, Leiter des Bereichs Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat und Vorsitzender des Vereins, präsentierte bei der Dankesfeier gemeinsam mit dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Gregor Segin die vier symbolischen Schecks für die diesjährigen Förderprojekte. „Es ist etwas Besonderes, dass die Lebensfreude vieler Menschen zu Libori dazu beiträgt, dass Menschen anderswo in der Weltkirche neue Lebens-Chancen erhalten“, sagte Thomas Klöter.

Auch diejenigen, die das Feiern durch ihren ehrenamtlichen Einsatz ermöglichen, hätten einen wichtigen Anteil an der verlässlichen Hilfe, die das Erzbistum jedes Jahr leisten könne, so Klöter weiter. Gregor Segin ergänzte: „Von der kfd bis zu den Mitarbeitenden des Generalvikariats geben Menschen dem Missionsgarten ihr Gesicht und machen ihn zu einem der beliebtesten Libori-Treffpunkte. Hier fühlen Menschen sich wohl – und tun dadurch gerne Gutes für andere Menschen.“

Durch Hilfe zur Selbsthilfe befähigen

Durch den Einsatz der Ehrenamtlichen habe das starke Spendenergebnis vom Vorjahr nahezu bestätigt werden können, freute sich Segin. „Teil von Weltkirche zu sein, heißt immer auch, Solidarität zu leben. Das wäre nicht möglich ohne unsere Partnerinnen und Partner in vielen Ländern der Erde, die Menschen durch Hilfe zur Selbsthilfe befähigen. Wir sind froh, dass dazu jedes Jahr Mittel aus dem Erzbistum Paderborn beitragen“, hatte Susanne Föller, Leiterin des Teams Weltkirche im Erzbistum Paderborn, schon im Vorfeld der Dankesfeier den Kooperationspartnerinnen und -partnern der Erzdiözese vor Ort gedankt.

Die vier Förderprojekte

Ulrich Klauke als Mitglied im Mission im Erzbistum Paderborn e. V. stellte alle vier Förderprojekte kurz vor und beschrieb dabei insbesondere das Projekt der Franziskanerinnen aus Salzkotten:

Behinderung nicht verstecken müssen

Die Wohneinrichtung „Hidrup Baru“ in Indonesien besteht seit 2009 und wird von den Franziskanerinnen FCJM Pematangsiantar geleitet. 20 Kinder und junge Erwachsene mit körperlicher oder geistiger Behinderung leben hier und erfahren, dass sie sich mit ihrer Behinderung nicht verstecken müssen.

Ein Team aus Schwestern und Mitarbeitenden ist rund um die Uhr da. Die jungen Menschen erhalten individuelle Therapien und notwendige medizinische Behandlungen, bis sie wieder selbstständiger sind und in ihre Familien zurückkehren können. Schulpflichtige Kinder besuchen die angrenzende Schule. Da staatliche Unterstützung fehlt, ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen – etwa für Wasser, Medikamente und Therapiebedarf. Die Einrichtung erhält 15.000 Euro vom Erzbistum Paderborn.

Schöpfungsbewusstes Leben

15.000 Euro gehen auch an die Brasilienhilfe AVICRES. Das Projekt wurde 1991 vom deutschen Pastoraltheologen Johannes Niggemeier bei Rio de Janeiro gegründet. Heute begleitet AVICRES an mehreren Standorten mit unterschiedlichen Schwerpunkten rund 350 bis 400 Kinder und Jugendliche. Ein Schwerpunkt sind die Integrale Ökologie und Agro-Ökologische Bildung: In den Gärten der AVICRES-Standorte und in der Landwirtschaft „Pequeno Lavrador“ lernen Kinder und Jugendliche den achtsamen Umgang mit der Natur und mit der Produktion von Lebensmitteln – diese dienen der Selbstversorgung und werden auf Märkten verkauft. Drei Agronomen und eine Agropädagogin fördern die jungen Menschen in einem nachhaltigen, schöpfungsbewussten Leben.

Verantwortung übernehmen für solidarische Gemeinschaft

Auch die Arbeit der Comboni-Missionare der Tali Mission im Südsudan erhält 15.000 Euro an Förderung. Die Missionare stärken Menschen in einer abgelegenen Region, damit diese eigenverantwortlich leben können. Das Missionszentrum bietet als einziger Ort Aus- und Fortbildung. In kleinen christlichen Gemeinschaften werden Leitungskräfte ausgebildet, um Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam gute Lebensbedingungen zu schaffen. Aus dem Glauben heraus entstehen unter anderem Hilfsangebote für Kranke und Bedürftige. Mit einer Hühner- und Schweinefarm fördern die Missionare nachhaltiges Wirtschaften und soziale Verantwortung. Durch Bildungs- und Einkommensprojekte, besonders für Frauen und Jugendliche, wächst nach und nach eine solidarische Gemeinschaft, die auch die Schwächsten mitträgt.

Hilfe nach verheerendem Erdbeben

Mit 30.000 Euro wird den Menschen in Myanmar geholfen. Das schwere Erdbeben, das im März 2025 Teile von Myanmar und Thailand erschütterte, kostete über 3.700 Menschen das Leben. Tausende wurden verletzt oder stehen vor dem Nichts. Viele Menschen schlafen nach dem Verlust ihres Zuhauses unter freiem Himmel. Krankenhäuser sind zerstört, die ist medizinische Versorgung eingeschränkt. Durch verunreinigtes Wasser droht die Verbreitung von tödlichen Krankheiten wie Cholera. Die Partnerorganisationen von Misereor sind vor Ort und helfen den Betroffenen. Doch der anhaltende Bürgerkrieg erschwert die Arbeit: Umso wichtiger ist es, die in Myanmar ansässigen Organisationen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Sie wollen spenden und Projekte in aller Welt unterstützen?

Verein Mission im Erzbistum Paderborn e. V.

Vorstand: 1. Vorsitzender Thomas Klöter, stellvertretender Vorsitzender Gregor Segin

SPENDENKONTO

IBAN: DE71 3706 0193 1053 4750 07

BIC: GENODED1PAX

„Nach Libori ist vor Libori“

Hier werden zu Libori Würstchen, Schnittchen, Getränke und Waffeln für den guten Zweck angeboten. Auch einen Basar gibt es im Garten des Konrad-Martin-Hauses. Der Erlös kommt Projekten in der Einen Welt zu Gute. Winfried Nölkensmeier organisierte 17 Jahre lang den Missionsgarten und hat 2019 den Job an Gregor Segin übergeben. „Der Wechsel hat reibungslos geklappt“, sagt Winfried Nölkensmeier.

Zu den Vorbereitungen gehört es, die Lebensmittel zu bestellen, ehrenamtliche Helfer und Aushilfen zu akquirieren und einzuteilen. „Es wird immer schwieriger, Menschen zu motivieren sich ehrenamtlich zu engagieren.“, sagt Nölkensmeier. Vor diesen Problemen steht auch Gregor Segin. Die aktuelle Lage beschreibt er als „etwas unentspannt“. „Es wird sichtbarer, spürbarer.“ Es gibt viele Kleinigkeiten, an die er als Organisator denken muss. Winfried Nölkensmeier kann die Situation seines Nachfolgers nachempfinden. „Vieles lief einfach aufgrund meiner langjährigen Erfahrung.“ 37 Jahre ist er im Erzbischöflichen Generalvikariat tätig gewesen. Als Verwaltungsleiter in der damaligen Hauptabteilung Pastorale Dienste war der Missionsgarten eine seiner Aufgaben. „Die Anspannung wird man mit der Zeit los.“

Der Missionsgarten am Konrad-Martin-Haus ist eine Standard-Etappe für Besucher des Paderborner Libori-Festes

Auch Gregor Segin ist im Erzbischöflichen Generalvikariat nun für die Geschäftsführung der Hauptabteilung Pastorale Dienste (heute: Bereich Pastorale Dienste) verantwortlich. „Es ist schön, die Entwicklung zu sehen.“ Viele Menschen finden im Missionsgarten einen Ort, wo sie Gemütlichkeit, gute Gespräche und eine Zeit des Ausruhens erfahren. Am Ende zu sehen, dass Veranstalter wie auch Gäste zufrieden sind, das motiviert Gregor Segin und treibt ihn an: „Es wird sichtbar etwas Gutes bewegt.“ Auch Winfried Nölkensmeier erinnert sich gerne zurück. Die Projekte, die Gäste und die ehrenamtlichen Helfer machen für ihn den Missionsgarten aus. Der schönste Moment war für ihn, die Schlange am Waffelstand zu sehen. „Dann wusste ich, die Kasse zu zählen lohnt sich.“

Veranstaltet wird der Missionsgarten von dem Verein „Mission im Erzbistum Paderborn e.V.“, dessen zweiter Vorsitzender nun Gregor Segin ist. „Ohne die Hilfe der Ehrenamtlichen wäre der Missionsgarten nicht möglich“, betont er. Unterstützung gibt es zudem vom Generalvikariat. Weil das Engagement der Helfer nicht selbstverständlich ist, gibt es Ende des Jahres eine Dankesfeier. Dort werden die Projekte, für die das Geld gesammelt wird, vorgestellt. Doch danach ist nicht Schluss: „Nach Libori ist vor Libori“, sagt Winfried Nölkensmeier. Die Vorbereitungen für den nächsten Missionsgarten zu Libori starten wieder.

Kontakt
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pastoralinfo@erzbistum-paderborn.de
+49 5251 125-1430
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