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© Erzbistum Paderborn
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Missionsgarten am Konrad-Martin-Haus mit Eine-Welt-Basar

Der Missionsgarten ist der ideale Startpunkt für einen Libori-Bummel und der perfekte Ort für die Rast zwischendurch. Bei frisch gezapftem Bier, typischen Paderborner Schnittchen und frischen Waffeln tun die Gäste ganz nebenbei etwas Gutes. Der Erlös ist für Projekte der Weltmission bestimmt.

Libori-Missionsgarten: 75.000 EUR für neue Lebens-Perspektiven

Wirksame und verlässliche Hilfe für Menschen in der Weltkirche – das ermöglicht der Libori-Missionsgarten des Vereins Mission im Erzbistum Paderborn e. V. mit seinen Erlösen Jahr für Jahr. Mit 75.000 Euro unterstützt das Erzbistum 2025 vier Projekte: ein Reha-Zentrum für Kinder und Jugendliche in Indonesien, sozialpastorale Projekte im Südsudan, ein Projekt zur integralen Ökologie und agro-ökologischen Bildung in Brasilien sowie Hilfsmaßnahmen nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar. Bei einer Dankesfeier für die Helferinnen und Helfer des Missionsgartens und des Missionsbasars wurden die Projekte und Spendenschecks am Samstag, 22. November 2025, präsentiert.

Lebensfreude für gute Zwecke

Herzhafte Stullen, Waffeln, kühle Getränke, faire Produkte vom Missionsbasar alte Bekannte treffen und neue Freunde finden – das ist der Libori-Missionsgarten am Konrad-Martin-Haus. Hier wird durch Feiern Gutes getan: Die Erlöse kommen sozialen Projekten auf der ganzen Welt zugute. Jedes Jahr bedankt sich der Verein Mission im Erzbistum Paderborn e.V. mit einer Feier bei allen, die im Missionsgarten und beim Basar mitgeholfen haben.

Thomas Klöter, Leiter des Bereichs Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat und Vorsitzender des Vereins, präsentierte bei der Dankesfeier gemeinsam mit dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Gregor Segin die vier symbolischen Schecks für die diesjährigen Förderprojekte. „Es ist etwas Besonderes, dass die Lebensfreude vieler Menschen zu Libori dazu beiträgt, dass Menschen anderswo in der Weltkirche neue Lebens-Chancen erhalten“, sagte Thomas Klöter.

Auch diejenigen, die das Feiern durch ihren ehrenamtlichen Einsatz ermöglichen, hätten einen wichtigen Anteil an der verlässlichen Hilfe, die das Erzbistum jedes Jahr leisten könne, so Klöter weiter. Gregor Segin ergänzte: „Von der kfd bis zu den Mitarbeitenden des Generalvikariats geben Menschen dem Missionsgarten ihr Gesicht und machen ihn zu einem der beliebtesten Libori-Treffpunkte. Hier fühlen Menschen sich wohl – und tun dadurch gerne Gutes für andere Menschen.“

Durch Hilfe zur Selbsthilfe befähigen

Durch den Einsatz der Ehrenamtlichen habe das starke Spendenergebnis vom Vorjahr nahezu bestätigt werden können, freute sich Segin. „Teil von Weltkirche zu sein, heißt immer auch, Solidarität zu leben. Das wäre nicht möglich ohne unsere Partnerinnen und Partner in vielen Ländern der Erde, die Menschen durch Hilfe zur Selbsthilfe befähigen. Wir sind froh, dass dazu jedes Jahr Mittel aus dem Erzbistum Paderborn beitragen“, hatte Susanne Föller, Leiterin des Teams Weltkirche im Erzbistum Paderborn, schon im Vorfeld der Dankesfeier den Kooperationspartnerinnen und -partnern der Erzdiözese vor Ort gedankt.

Die vier Förderprojekte

Ulrich Klauke als Mitglied im Mission im Erzbistum Paderborn e. V. stellte alle vier Förderprojekte kurz vor und beschrieb dabei insbesondere das Projekt der Franziskanerinnen aus Salzkotten:

Behinderung nicht verstecken müssen

Die Wohneinrichtung „Hidrup Baru“ in Indonesien besteht seit 2009 und wird von den Franziskanerinnen FCJM Pematangsiantar geleitet. 20 Kinder und junge Erwachsene mit körperlicher oder geistiger Behinderung leben hier und erfahren, dass sie sich mit ihrer Behinderung nicht verstecken müssen.

Ein Team aus Schwestern und Mitarbeitenden ist rund um die Uhr da. Die jungen Menschen erhalten individuelle Therapien und notwendige medizinische Behandlungen, bis sie wieder selbstständiger sind und in ihre Familien zurückkehren können. Schulpflichtige Kinder besuchen die angrenzende Schule. Da staatliche Unterstützung fehlt, ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen – etwa für Wasser, Medikamente und Therapiebedarf. Die Einrichtung erhält 15.000 Euro vom Erzbistum Paderborn.

Schöpfungsbewusstes Leben

15.000 Euro gehen auch an die Brasilienhilfe AVICRES. Das Projekt wurde 1991 vom deutschen Pastoraltheologen Johannes Niggemeier bei Rio de Janeiro gegründet. Heute begleitet AVICRES an mehreren Standorten mit unterschiedlichen Schwerpunkten rund 350 bis 400 Kinder und Jugendliche. Ein Schwerpunkt sind die Integrale Ökologie und Agro-Ökologische Bildung: In den Gärten der AVICRES-Standorte und in der Landwirtschaft „Pequeno Lavrador“ lernen Kinder und Jugendliche den achtsamen Umgang mit der Natur und mit der Produktion von Lebensmitteln – diese dienen der Selbstversorgung und werden auf Märkten verkauft. Drei Agronomen und eine Agropädagogin fördern die jungen Menschen in einem nachhaltigen, schöpfungsbewussten Leben.

Verantwortung übernehmen für solidarische Gemeinschaft

Auch die Arbeit der Comboni-Missionare der Tali Mission im Südsudan erhält 15.000 Euro an Förderung. Die Missionare stärken Menschen in einer abgelegenen Region, damit diese eigenverantwortlich leben können. Das Missionszentrum bietet als einziger Ort Aus- und Fortbildung. In kleinen christlichen Gemeinschaften werden Leitungskräfte ausgebildet, um Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam gute Lebensbedingungen zu schaffen. Aus dem Glauben heraus entstehen unter anderem Hilfsangebote für Kranke und Bedürftige. Mit einer Hühner- und Schweinefarm fördern die Missionare nachhaltiges Wirtschaften und soziale Verantwortung. Durch Bildungs- und Einkommensprojekte, besonders für Frauen und Jugendliche, wächst nach und nach eine solidarische Gemeinschaft, die auch die Schwächsten mitträgt.

Hilfe nach verheerendem Erdbeben

Mit 30.000 Euro wird den Menschen in Myanmar geholfen. Das schwere Erdbeben, das im März 2025 Teile von Myanmar und Thailand erschütterte, kostete über 3.700 Menschen das Leben. Tausende wurden verletzt oder stehen vor dem Nichts. Viele Menschen schlafen nach dem Verlust ihres Zuhauses unter freiem Himmel. Krankenhäuser sind zerstört, die ist medizinische Versorgung eingeschränkt. Durch verunreinigtes Wasser droht die Verbreitung von tödlichen Krankheiten wie Cholera. Die Partnerorganisationen von Misereor sind vor Ort und helfen den Betroffenen. Doch der anhaltende Bürgerkrieg erschwert die Arbeit: Umso wichtiger ist es, die in Myanmar ansässigen Organisationen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Spendenprojekte 2025

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2025 - Rehabilitationszentrum „Hidup Baru“ für Kinder und Jugendliche - gespendete Summe: 15.000 EUR

Land: Indonesien

Organisation: Franziskanerinnen von Salzkotten (FCJM)

Themen: Gesundheit, Kinder/Jugendliche

Seit 2009 besteht die Wohneinrichtung, die von der Schwesterngemeinschaft der Franziskanerinnen FCJM Pematangsiantar/Indonesien geleitet wird. Zur Zeit leben 20 Menschen mit körperlicher und zum Teil auch geistiger Behinderung im Alter von ein bis 30 Jahren in dem Zentrum. Sie kommen aus den umliegenden Dörfern aus einfachen Lebensverhältnissen. Zum ersten Mal in ihrem Leben machen sie die Erfahrung, dass sie sich mit ihrer Behinderung nicht verstecken müssen und erhalten adäquate Unterstützung.

Im Rehabilitationszentrum steht den jungen Menschen ein Team von sieben Ordensschwestern und sieben Mitarbeiterinnen Tag und Nacht zur Verfügung. Die Kinder sind in Vier- bis Sechs-Bett-Zimmern untergebracht und erleben einen strukturierten Tagesablauf mit ganzheitlicher, individueller Therapie. Sie bekommen beispielsweise die nötigen Vorbehandlungen vor erforderlichen Operationen wie Klumpfuß-OPs oder Amputationen. Auch nach Operationen werden sie im Zentrum weiterbetreut und -behandelt. Viele Bewohner*innen erhalten eine individuelle Physiotherapie – so lange, bis sie wieder selbstständiger sind und bei ihren Familien leben können. Das kann einige Monate bis hin zu Jahren dauern.

Die schulpflichtigen Kinder besuchen in dieser Zeit die angrenzende Schule und werden intensiv weiter betreut. Eine lebendige und frohe Gemeinschaft ist trotz vieler Einschränkungen der Kinder erfahrbar.

Der Staat gibt keine Unterstützung für das Zentrum. Die Einrichtung ist daher auf finanzielle Unterstützung angewiesen um die Lebenshaltungskosten zu tragen, z. B. für das tägliche Wasser, den Strom, die Lebensmittel, die täglichen Bedarfe der Kinder wie auch für Medikamente.

2025 - Sozialpastorale Projekte in der Erzdiözese Juba - gespendete Summe: 15.000 EUR

Land: Südsudan

Organisation: Comboni Missionare, P. Gregor Schmidt

Themen: Sozialpastoral, Armut

Menschen ganzheitlich stärken, damit sie in einer abgelegenen Region im Südsudan eigenverantwortlich ein gutes Leben führen können – das ist die Vision der Comboni-Missionare der Tali Mission im Südsudan. Kleine Christliche Gemeinschaften bilden den Kern, von dem die spirituelle Entwicklung und der soziale Wandel in der Region ausgehen. Schweine, Geflügel, ein Pflug, Baumpflanzaktionen, Krankenbesuche und Ausbildungsförderung sind die Zutaten für das Wachstum, das durch das Projekt unterstützt wird.

Das Missionszentrum liegt in einer ländlichen Region und ist der einzige Ort, wo die dort lebenden Menschen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten finden. In der Kirchengemeinde werden Menschen als Leitungskräfte befähigt. Sie lernen, Versammlungen zu leiten, gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung informierte Entscheidungen zu treffen und ein gutes Leben für die Menschen in der infrastrukturarmen Region selbstverantwortlich zu gestalten. Aus einer spirituellen Haltung heraus erwachsen gemeinschaftlich caritative Angebote für kranke und hilfsbedürftige Menschen und ein achtsamer Umgang mit der Natur im Sinne der Schöpfungsspiritualität von Laudato Si’.

Mit einer Hühner- und Schweinefarm wird christliches Leben und nachhaltiges Wirtschaften praktiziert als sozialpastorale Aufgabe, immer mit Blick auf die Schwächsten der Gemeinschaft. Die Rechnung geht auf – das erleben die Menschen und vor allem Jugendliche, wenn sie auf dem Bauernhof mitarbeiten, Tätigkeiten erlernen und bessere Lebensbedingungen greifbar werden.

Trotz schwierigster Umstände werden die Menschen einbezogen und nehmen das Leben selbst in die Hand. Im Projekt entstehen so Aktivitäten für Gerechtigkeit und Frieden sowie eine integrale Ökologie. Durch die Förderung der Jugend und der Frauen mit Hilfe Einkommen generierender Maßnahmen gelingt nach und nach eine soziale Transformation, die die Schwächsten nicht vergisst. So macht die ganzheitliche und gemeinschaftsfördernde evangeliumsbasierte Arbeit der Comboni-Missionare in den Kleinen Christlichen Gemeinschaften die lebensfördernde Frohe Botschaft greifbar.

2025 - Integrale Ökologie und agro-ökologische Bildung - gespendete Summe: 15.000 EUR

Land: Brasilien

Organisation: AVICRES/Brasilieninitiative AVICRES e. V.

Themen: Nachhaltigkeit, Bildung

Die AVICRES (Associação Vida no Crescimento e na Solidariedade – Gemeinschaft für das Leben, damit es wachse in Solidarität) wurde 1991 in der Millionenstadt Nova Iguaçu vor den Toren der Metropole Rio de Janeiro vom deutschen Pastoraltheologen Johannes Niggemeier gegründet. Heute umfasst das Projekt an verschiedenen Standorten der Stadt mehrere Schwerpunkte: drei Häuser für die Begleitung, Förderung und außerschulische Bildung von Kindern und Jugendlichen (Sítio das Crianças, Sítio Pequeno Lavrador, Sítio Natureza Viva), eine Kindertagesstätte in der Favela Caonze, einen Gesundheitsposten, die Kooperation mit einem Haus für wohnungslose Menschen (Casa da Solidariedade) und die Fortbildung u. a. in der Agro-Ökologie (Casa da Esperança und andere Standorte). Ein wichtiges Angebot ist darüber hinaus die Familienpastoral und -sozialarbeit, die sich unterstützend an die Eltern und Angehörigen der Kinder richtet und neben Psycholog*innen und Pädagog*innen besonders auch von den mitarbeitenden Schwestern von Germete/Herz-Jesu-Institut-Serviam begleitet wird.

Der Schwerpunkt der „Ecologia Integral“, der Integralen Ökologie und Agro-Ökologischen Bildung in den Gärten aller AVICRES-Standorte und in der Landwirtschaft „Pequeno Lavrador“ in Campo Alegre, sensibilisiert die Kinder und Jugendlichen in allen Einrichtungen für einen klimabewussten Umgang mit der Natur und damit für die Bewahrung der Schöpfung. Die Kinder lernen einen bewussten Umgang mit der landwirtschaftlichen Produktion von Lebensmitteln, die der Selbstversorgung dienen und auf Märkten und bei Veranstaltungen verkauft werden. Für die fachliche Begleitung und Bildung sind drei Agronomen und eine Agropädagogin verantwortlich.

Insgesamt werden kontinuierlich zwischen 350 und 400 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren durch AVICRES begleitet. Das Grundprinzip der Gemeinschaft orientiert sich an der Theologie der Befreiung, ihre Werte basieren auf der vorrangigen Option für die Ärmsten.

2025 - Hilfe nach dem Erdbeben in Myanmar - gespendete Summe: 30.000 EUR

Land: Myanmar

Organisation: Misereor

Themen: Nothilfe

Im März 2025 ereignete sich in Myanmar und Thailand ein schweres Erdbeben mit tausenden Todesopfern. Viele Menschen verloren Angehörige, ihr Zuhause und ihr Hab und Gut. Das verheerende Erdbeben der Stärke 7,7 kostete über 3.700 Menschen ihr Leben, Tausende wurden verletzt oder stehen nun vor dem Nichts. Viele Menschen verloren ihr Zuhause und schlafen bei Regen unter freiem Himmel. Zerstörte Krankenhäuser behindern die medizinische Versorgung. Verunreinigtes Wasser droht tödliche Krankheiten wie Cholera zu verbreiten. Die Lage ist nach wie vor dramatisch.

Die Partnerorganisationen von Misereor sind vor Ort und helfen den Betroffenen, wo sie nur können. Doch der anhaltende Bürgerkrieg erschwert ihre Arbeit zusätzlich zu den Zerstörungen: Seit Jahren ist die Arbeit der Misereor-Partner stark eingeschränkt und Unterstützung von außen, etwa durch internationale Organisationen, wird nicht hereingelassen. Umso wichtiger ist es, die in Myanmar ansässigen Organisationen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Die lokalen Partner von Misereor versorgten unmittelbar nach dem Erdbeben mehrere tausende Haushalte mit lebenswichtigen Hilfsgütern – mit Medikamenten und Erste-Hilfe-Sets, Decken und Kleidung, Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser sowie Hygieneartikeln. Die Helfer*innen vor Ort werden auch Monate und Jahre nach dem verheerenden Beben mit den Aufräum- und Aufbauarbeiten beschäftigt sein.

“In dieser Zeit sollten wir es nicht versäumen, dem von bewaffneten Konflikten geplagten birmanischen Volk zu helfen, das mit Mut und Geduld die Folgen des verheerenden Erdbebens zu bewältigen sucht, das Tausende von Menschenleben gefordert und vielen Überlebenden (…) Leid gebracht hat.” (Papst Franziskus in seiner letzten Osterbotschaft 2025)

2024 - WDR2 Weihnachtswunder - gespendete Summe: 10.000 EUR

Organisation: Malteser

Thema: Gegen den Hunger in der Welt

2024 - Interreligiöser Dialog für gesellschaftlichen Zusammenhalt - Land: Mali

Organisation: P. Hans Joachim Lohre (Afrika-Missionare)

Themen: Interreligiöser Dialog

 

2024 - Jugendsoziale Projektwochen in Mittel- und Osteuropa - Länder: Rumänien, Kroatien, Slowakei und Polen

Organisation: Stiftung Socio Movens

Themen: Jugend, Bildung, Menschenrechte

2024 - Nothilfe für geflüchtete Familien - Land: Demokratische Republik Kongo

Organisation: Säkularinstitut St. Bonifatius

Themen: Flucht, Nothilfe, Familien

2024 - Schulbildung für Kinder in Ghebaleh - Land: Libanon

Organisation: Sr. Donatella Gareffa, missio Aachen

Themen: Bildung, Kinder

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Verein Mission im Erzbistum Paderborn e. V.

Vorstand: 1. Vorsitzender Thomas Klöter, stellvertretender Vorsitzender Gregor Segin

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„Nach Libori ist vor Libori“

Hier werden zu Libori Würstchen, Schnittchen, Getränke und Waffeln für den guten Zweck angeboten. Auch einen Basar gibt es im Garten des Konrad-Martin-Hauses. Der Erlös kommt Projekten in der Einen Welt zu Gute. Winfried Nölkensmeier organisierte 17 Jahre lang den Missionsgarten und hat 2019 den Job an Gregor Segin übergeben. „Der Wechsel hat reibungslos geklappt“, sagt Winfried Nölkensmeier.

Zu den Vorbereitungen gehört es, die Lebensmittel zu bestellen, ehrenamtliche Helfer und Aushilfen zu akquirieren und einzuteilen. „Es wird immer schwieriger, Menschen zu motivieren sich ehrenamtlich zu engagieren.“, sagt Nölkensmeier. Vor diesen Problemen steht auch Gregor Segin. Die aktuelle Lage beschreibt er als „etwas unentspannt“. „Es wird sichtbarer, spürbarer.“ Es gibt viele Kleinigkeiten, an die er als Organisator denken muss. Winfried Nölkensmeier kann die Situation seines Nachfolgers nachempfinden. „Vieles lief einfach aufgrund meiner langjährigen Erfahrung.“ 37 Jahre ist er im Erzbischöflichen Generalvikariat tätig gewesen. Als Verwaltungsleiter in der damaligen Hauptabteilung Pastorale Dienste war der Missionsgarten eine seiner Aufgaben. „Die Anspannung wird man mit der Zeit los.“

Der Missionsgarten am Konrad-Martin-Haus ist eine Standard-Etappe für Besucher des Paderborner Libori-Festes

Auch Gregor Segin ist im Erzbischöflichen Generalvikariat nun für die Geschäftsführung der Hauptabteilung Pastorale Dienste (heute: Bereich Pastorale Dienste) verantwortlich. „Es ist schön, die Entwicklung zu sehen.“ Viele Menschen finden im Missionsgarten einen Ort, wo sie Gemütlichkeit, gute Gespräche und eine Zeit des Ausruhens erfahren. Am Ende zu sehen, dass Veranstalter wie auch Gäste zufrieden sind, das motiviert Gregor Segin und treibt ihn an: „Es wird sichtbar etwas Gutes bewegt.“ Auch Winfried Nölkensmeier erinnert sich gerne zurück. Die Projekte, die Gäste und die ehrenamtlichen Helfer machen für ihn den Missionsgarten aus. Der schönste Moment war für ihn, die Schlange am Waffelstand zu sehen. „Dann wusste ich, die Kasse zu zählen lohnt sich.“

Veranstaltet wird der Missionsgarten von dem Verein „Mission im Erzbistum Paderborn e.V.“, dessen zweiter Vorsitzender nun Gregor Segin ist. „Ohne die Hilfe der Ehrenamtlichen wäre der Missionsgarten nicht möglich“, betont er. Unterstützung gibt es zudem vom Generalvikariat. Weil das Engagement der Helfer nicht selbstverständlich ist, gibt es Ende des Jahres eine Dankesfeier. Dort werden die Projekte, für die das Geld gesammelt wird, vorgestellt. Doch danach ist nicht Schluss: „Nach Libori ist vor Libori“, sagt Winfried Nölkensmeier. Die Vorbereitungen für den nächsten Missionsgarten zu Libori starten wieder.

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