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© Haase
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IV. Pastoraltag der Gemeinden anderer Muttersprache und Ritus im Erzbistum Paderborn: Transformation, Teilhabe und gemeinsame Perspektiven

Paderborn. Die pastorale Zukunft des Erzbistums Paderborn stand im Mittelpunkt des IV. Pastoraltags der Gemeinden anderer Muttersprache und Riten, der am 18. November 2025 im Liborianum stattfand. Rund 30 Teilnehmende diskutierten über zentrale Weichenstellungen in Zeiten kirchlicher Transformation.

Paderborn. Die pastorale Zukunft des Erzbistums Paderborn stand im Mittelpunkt des IV. Pastoraltags der Gemeinden anderer Muttersprache und Riten (GaM), der am 18. November 2025 im Liborianum stattfand. Rund 30 Teilnehmende – Seelsorgende, Pastorale Mitarbeitende und Mitarbeitende aus den Sekretariaten – diskutierten über zentrale Weichenstellungen in Zeiten kirchlicher Transformation.

Neue Gesichter in der internationalen Seelsorge

Zu Beginn stellte Konrad J. Haase neue Mitarbeitende vor, die seit diesem Jahr die Seelsorge in den Gemeinden anderer Muttersprache und Ritus bzw. die internationale Seelsorge im Erzbistum verstärken:

  • Amuamwonsa Precious Aimiyekagbon für die Afrikanische Gemeinschaft Bielefeld
  • Pastor Marcos Reges Valente für die portugiesischsprachige Mission Dortmund
  • Bruder Chi Thien Vu für die vietnamesisch sprachigen Gemeinden im Erzbistum Paderborn
  • Vikar Rufael Arbed Zegiorghish für die eritreisch-katholische Seelsorge, Schwerpunkt Raum Bielefeld

Der persönliche Austausch unter den Teilnehmenden verdeutlichte einmal mehr die Vielfalt der pastoralen Realitäten im Erzbistum.

Rückblick und Verwaltungsimpulse

Einen umfassenden Einblick in aktuelle Verwaltungsprozesse lieferte anschließend Angela Hesse. Sie erinnerte an zentrale Veranstaltungen des Jahres – darunter das erste Treffen der GaM-Seelsorgenden im Juni sowie das Treffen der Pastoralen Mitarbeitenden und Mitarbeitenden im Sekretariat im Oktober – und verwies auf die Bedeutung von Qualifizierung und Vernetzung in Zeiten strukturellen Wandels. Eine wichtige Veranstaltung in diesem Jahr war ebenfalls ein Empowerment Workshop mit Frau Evelyne Waithira Müller im Oktober, zur Stärkung der Mitarbeitenden.

Anschließend erläuterte Konrad J. Haase die zum 1. Juli 2025 umgesetzten Stellenanpassungen in den Gemeinden anderer Muttersprache. Mit den Stellenanpassungen in den GaM ging eine Ausdifferenzierung und eben auch Professionalisierung von Mitarbeitenden in der Pastoral und in den Sekretariaten einher. Ebenfalls im Fokus: die Stärkung der Möglichkeiten der Partizipation der GaM, etwa durch die ersten offiziellen Gremienwahlen in den Missionen der Gemeinden anderer Muttersprache, den neueren und wiederbesetzten Sitz im Priesterrat sowie zwei neue Sitze im neu konstituierten Diözesanpastoralrat. Auch die Mitarbeitervertretung (MAV) der GaM wurde in diesem Jahr neu gewählt.

Transformation als gemeinsamer Weg

Mit einem Vortrag von Melina Sieker rückte am späten Vormittag die Transformation im Erzbistum Paderborn in den Mittelpunkt. Die Pastoraltransformation werde – so ihr Impuls – grundlegende Veränderungen für die Seelsorge im Erzbistum Paderborn nach sich ziehen.

Haase ergänzte diese Einschätzung aus Sicht des Projekts der Gemeinden anderer Muttersprache und Ritus. Besonders betonte er: Die Gemeinden anderer Muttersprache und Ritus bzw. internationalen Gemeinden sind integraler Bestandteil des Erzbistums Paderborn und ebenso Teil des Transformationsprozesses wie die Territorialgemeinden. „Alle Gemeinden werden im Zuge der Veränderungen zusammenrücken müssen“, so Haase.

Arbeitsgruppen und strategische Gespräche

Am Nachmittag diskutierten die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen über Herausforderungen, Chancen und Erfahrungen, die aus Sicht der GaM im Transformationsprozess relevant sind. Es wurde deutlich, wie wichtig die Einbeziehung auch der Mitarbeitenden der Gemeinden anderer Muttersprache und Ritus sowie eine gleichberechtige Teilhabe ist, wie es auch die neuen Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge in anderen Sprachen und Riten „Auf dem Weg zu einer interkulturellen Communio“ stark betonen. Der intensive Austausch zeigte sowohl wachsenden Abstimmungsbedarf als auch vielfältige Potenziale für ein stärker vernetztes Miteinander.

Im Anschluss stellte sich Dr. Annegret Meyer, koordinierende Leitung der Pastoralen Dienste / EGV, den Fragen und Beobachtungen der Teilnehmenden. In dem Gespräch wurde ersichtlich, wie stark Transformation und internationale Pastoral ineinandergreifen können – und wie wichtig verlässliche Kommunikationswege und klare Perspektiven für die Mitarbeitenden sind.

Abschluss in der Kapuzinerkirche

Eine Andacht in der Kapuzinerkirche, gestaltet von Pfr. Lewinski und Dr. Meyer, schloss den Tag ab. Nach Stunden intensiver Arbeit bot sie einen ruhigen Raum für Besinnung und Dank – und setzte einen geistlichen Akzent unter einen Tag, der geprägt war von Austausch, Weitblick und dem gemeinsamen Blick auf die Zukunft der Seelsorge im Erzbistum Paderborn.

Kontakt
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pastoralinfo@erzbistum-paderborn.de
+49 5251 125-1430
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